Gaza-Streifen Israelis erschießen achtjährige Palästinenserin


Gaza - Israelische Soldaten haben im Gaza-Streifen ein achtjähriges Mädchen erschossen. Das Kind war nach Angaben von palästinensischen Augenzeugen aus dem Flüchtlingslager Chan Junis auf dem Weg zur Schule.

Von einem Kontrollposten in der Nähe der jüdischen Siedlung Genei Tal aus hätten Soldaten Maschinengewehrsalven abgefeuert. Das Mädchen sei offenbar versehentlich getroffen worden. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte sagte, der Vorfall werde untersucht.

Militante Palästinenser feuerten unterdessen eine Rakete auf eine jüdische Siedlung im Gaza-Streifen ab. Dabei wurden nach Angaben von offizieller Seite und von Siedlern ein Soldat getötet und acht weitere Israelis verletzt. Mit einer zweiwöchigen Militäroffensive in der ersten Oktoberhälfte, in deren Verlauf mehr als 100 Palästinenser getötet worden waren, sollten derartige Aktionen unterbunden werden.

Ins Flüchtlingslager von Dschenin im Westjordanland rückten in der Nacht zum Donnerstag rund 40 israelische Panzer und Schützenpanzer ein. Nach Augenzeugenberichten kam es dabei zu Feuergefechten mit militanten Palästinensern. Ein 17-jähriger Palästinenser wurde dabei getötet, wie Augenzeugen und die Streitkräfte mitteilten. Aus israelischen Militärkreisen verlautete, Ziel der Offensive sei es, palästinensischer Extremisten in dem Lager habhaft zu werden. Die Aktion werde vermutlich einige Tage andauern.



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