Gazastreifen Bombenanschlag auf Schulbus

Mindestens zwei Menschen sind bei einem Attentat auf einen israelischen Schulbus getötet worden. Neun Insassen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt, darunter vier Kinder.


Gaza - Die vermutlich von palästinensischen Extremisten gelegte Bombe explodierte nahe der jüdischen Siedlung Kfar Darom im Süden des Gazastreifens, als der Bus die Stelle passierte.

Der von mehreren Fahrzeugen der Armee begleitete Bus sollte Kinder jüdischer Siedler nach Israel zur Schule bringen. Unmittelbar nach der Explosion wurde das Gebiet abgesperrt. Rettungshubschrauber flogen die am schwersten Verletzten in eine Spezialklinik nach Beerschewa in Süd-Israel.

Palästinenserpräsident Jassir Arafat hatte am Freitag die Einstellung von Angriffen auf Israelis nur innerhalb der von den Palästinensern kontrollierten Gebiete im Gazastreifen und im Westjordanland angeordnet. Der Anschlag ereignete sich jedoch in einem von Israel kontrollierten Gebiet, in dem insgesamt 7000 jüdische Siedler leben.

Seit Beginn der Unruhen in den Palästinensergebieten sind nach Angaben der israelischen Armee im Gazastreifen mehr als 40 Bomben explodiert. Sowohl der Bus als auch die Begleitfahrzeuge waren nach offiziellen Angaben durch Panzerplatten gegen Explosionen geschützt.



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