Gewalt im Gazastreifen Drei Polizisten in Gaza getötet - Augenzeugen sprechen von Selbstmordattentätern

Im Gazastreifen wurden in der Nacht drei Polizisten bei Bombenanschlägen getötet. Verdächtigt wird eine Salafistengruppe.

Ein von der Explosion geschädigtes Auto
Mahmud Hams/ AFP

Ein von der Explosion geschädigtes Auto


Bei Bombenanschlägen im Gazastreifen sind in der Nacht zum Mittwoch drei Polizisten ums Leben gekommen. Wie das Innenministerium des palästinensischen Gebiets mitteilte, wurden zwei Kontrollposten der Polizei in Gaza von Explosionen erschüttert.

Augenzeugen sprachen von Selbstmordanschlägen. Der Gazastreifen wurde wegen der Anschläge in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Auf den Straßen war eine verstärkte Präsenz der islamistischen Hamas zu sehen, die in der Enklave an der Macht ist.

Salafistengruppe verdächtigt

Die Anschläge am späten Dienstagabend seien von Selbstmordattentätern auf Motorrädern verübt worden, berichteten Augenzeugen. Das Innenministerium bestätigte diese Angaben zunächst nicht und sprach lediglich von "Bombenanschlägen".

Nach Angaben aus Ermittlerkreisen wird eine Salafistengruppe aus dem Gazastreifen verdächtigt, die mit der Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) sympathisiert. Die Hamas, die den Gazastreifen seit 2007 kontrolliert, wird immer wieder von Salafistengruppen kritisiert, denen sie nicht radikal genug ist.

höh/AFP



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