Gefangene Soldaten Ölpreis steigt deutlich an

Die Spannungen zwischen Iran und Großbritannien haben zu einem erheblichen Anstieg des Ölpreises geführt. Finden die Parteien nicht bald eine Lösung ihres Konflikts, könnte dies die Ölexporte in die westlichen Volkswirtschaften gefährden, fürchten Experten.


New York/London/Wien - Der Ölpreis ist aufgrund der Sorge um eine Eskalation im Streit zwischen Großbritannien und dem Iran weiter deutlich gestiegen. Am späten Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) 66,14 US-Dollar und damit 2,06 US-Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich zuletzt um 2,10 Dollar auf 67,88 Dollar. Die Ölpreise hatten bereits am frühen Abend deutlich angezogen.

Der Konflikt könne die Ölexporte in die westlichen Volkswirtschaften gefährden. Hinzu komme nach Auffassung von Jason Schenker, Volkswirt bei der Bank Wachovia, dass auch die Nachfrage nach Benzin und damit nach Öl hoch sei. Der Experte verwies auf die sinkenden Benzin-Lagerbestände in den Vereinigten Staaten. Solange die Arbeitslosigkeit in den USA weiter gering und das verfügbare Einkommen hoch seien, sollte die Benzinnachfrage hoch bleiben.

Deutlich gestiegen ist unterdessen auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC). Ein Barrel (159 Liter) aus OPEC-Förderung kostete am Mittwoch im Durchschnitt 61,73 US-Dollar und damit 1,36 Dollar mehr als am Vortag, wie das OPEC-Sekretariat in Wien am Donnerstag mitteilte. Die OPEC ermittelt den so genannten Korbpreis auf Grundlage von elf wichtigen Sorten ausschließlich aus eigener Förderung

van/dpa



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