Affäre um David Petraeus Ex-CIA-Chef wegen Geheimnisverrats verurteilt

Der frühere CIA-Chef Petraeus hat gestanden, geheime Informationen an seine Geliebte gegeben zu haben. Dafür verurteilte ihn ein Richter zu 100.000 Euro Geldstrafe und zwei Jahren Bewährung.
Ex-Geheimdienstler Petraeus: 100.000 Dollar Strafe

Ex-Geheimdienstler Petraeus: 100.000 Dollar Strafe

Foto: YURI GRIPAS/ REUTERS

David Petraeus galt als Vorzeige-General und war CIA-Chef, doch dann stürzte er über eine außereheliche Affäre. Über zwei Jahre nach seinem Rücktritt hat ein Richter Petraeus zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe sowie einer Geldstrafe von 100.000 Dollar verurteilt. Das teilte die Staatsanwaltschaft in Charlotte im Bundesstaat North Carolina nach der Entscheidung von Richter David Keesler mit. Petraeus hatte zuvor gestanden, geheime Informationen an seine Geliebte weitergegeben zu haben.

Petraeus hatte 2012 seinen Geheimdienstposten aufgegeben, nachdem seine Affäre mit einer Frau aufgeflogen war, die an einer Biografie über ihn arbeitete. Für das Werk hatte der Vier-Sterne-General Paula Broadwell, eine frühere Reserveoffizierin, in vertrauliche Akten und E-Mails schauen lassen.

Erst hatten Petraeus und seine damalige Geliebte die Vorwürfe bestritten, doch dann stießen Ermittler in Broadwells Computer auf geheimes Material. Petraeus einigte sich schließlich mit dem Justizministerium und vermied einen für ihn peinlichen Prozess. Dem früheren General, der für seine Erfolge in Afghanistan und im Irak gefeiert worden war, hätte im schlimmsten Fall sogar Gefängnis gedroht.

Der heute 62-Jährige hatte den Posten als CIA-Direktor wegen der Affäre nach nur gut einem Jahr verloren. 2013 war er zu der milliardenschweren Investmentfirma Kohlberg Kravis Roberts (KKR) gewechselt. Dort ist er Vorsitzender des neu gegründeten KKR Global Institute, das sich wirtschaftlichen Prognosen, der Unternehmenskommunikation und neuen Märkten widmet.

brk/dpa
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