Geiselnahme Al-Qaida veröffentlicht offenbar Video von entführten Europäern

Drei Jahre nach ihrer Entführung durch al-Qaida ist offenbar ein Video von mehreren europäischen Geiseln aufgetaucht. Das berichtet die mauretanische Nachrichtenagentur ANI. Der französische Außenminister hält die Aufnahmen für glaubwürdig.


Berlin - Die mauretanische Nachrichtenagentur ANI hat eigenen Angaben zufolge ein Video zugespielt bekommen, das mehrere europäische Geiseln der Terrororganisation al-Qaida zeigen soll. Die sieben Entführungsopfer seien in guter Verfassung, zitiert BBC die Agentur.

Das Video stammt offenbar von der Terrororganisation al-Qaida im Islamischen Maghreb (AQMI). Der französische Außenminister ließ über seinen Sprecher mitteilen, er halte die Aufnahmen für glaubwürdig. Sie lieferten einen neuen Beweis dafür, dass die vier im Niger entführten Franzosen am Leben seien, sagte Philippe Lalliot.

Die vier Männer waren am 16. September 2010 in der Stadt Arlit gekidnappt worden, darunter war auch Daniel Larribe. "Es geht mir gut, aber mein Leben wird bedroht", sagt der 61-Jährige laut ANI in dem Video. Er mache die Behörden seines Landes für sein Schicksal verantwortlich. Weitere Einzelheiten nannte er dem Bericht zufolge nicht. Bei den anderen drei Franzosen handelt es sich laut BBC um Pierre Legrand, Thierry Dol und Marc Feret.

Zudem tauchen in dem Video drei weitere Geiseln auf: der Niederländer Sjaak Rijke, der Schwede Johan Gustafsson und Stephen Malcolm aus Südafrika. Die drei Männer wurden dem Bericht zufolge im November 2011 in einem Hotel in Timbuktu entführt. Ein Deutscher wurde dabei getötet.

Unklar ist, wann genau das Video aufgenommen wurde. Die Nachrichten der französischen Entführungsopfer seien im Juni aufgenommen worden, zitiert BBC die mauretanische Nachrichtenagentur. Veröffentlicht wurden die Aufnahmen am Montag - genau drei Jahre nach der Geiselnahme der Franzosen.

aar/AP



insgesamt 3 Beiträge
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Spiegelleser22 17.09.2013
1. Einfach nur irre!
Und in Syrien tut der Westen gerade diese Al-Kaida-Eineiten finanziell, militärirsch und moralisch unterstützen. Schizophrener geht es nicht mehr! Oder doch noch?
immernachdenklicher 17.09.2013
2. Einfach erklärt
Zitat von Spiegelleser22Und in Syrien tut der Westen gerade diese Al-Kaida-Eineiten finanziell, militärirsch und moralisch unterstützen. Schizophrener geht es nicht mehr! Oder doch noch?
In Syrien bekämpfen die Al-Kaida den Feind (jedenfalls von einigen Staaten), und der Feind meines Feindes ist mein "Freund". Nach der kruden Logik des Westens inclu. Saudi Arabien und Qatar.
aarian 17.09.2013
3. keine reisen in...
ich bin fernostasiate. meine frau ist blond. deshalb reise ich grundsaetzlich nicht in länder wo sie entführt werden könnte. der westen ist aber selber schuld fuer die feindschaft mit den muslimen wegen seines aggressiven unehrlichen auftretens (zb muruora oder irakkrieg) weltweit. selbst schuld sind auch die nun entfuehrten. wieso reisen sie in solche länder? wer sich aufs glatteis begibt...
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