Empörung über Protestbewegung Gelbwesten fordern Polizisten zum Suizid auf

"Höhepunkt des Hasses": Die Gelbwesten-Protests in Paris eskalieren weiter. Polizeigewerkschaften und Politiker sind entsetzt.

Gelbwesten-Proteste in Paris
AFP

Gelbwesten-Proteste in Paris


Bei den jüngsten "Gelbwesten"-Protesten in Paris haben Demonstranten in Paris die Sicherheitskräfte in Sprechchören zum Suizid aufgefordert - und damit öffentliche Empörung ausgelöst. Die größte französische Polizeigewerkschaft Alliance sprach am Sonntag von einem "Höhepunkt des Hasses" auf Polizisten. Französische Politiker zeigten sich entsetzt. Innenminister Christophe Castaner schrieb auf Twitter, die Betroffenen sollten sich schämen.

Bei den Protesten am Sonntag ertönte aus den Reihen der Teilnehmer der Sprechchor: "Bringt euch um! Bringt euch um!" - eine Anspielung auf eine Reihe von Suiziden unter Polizisten seit Beginn des Jahres.

Frédéric Lagache von Alliance sagte: "Das ist eine Beleidigung für die verstorbenen Polizisten, ihre Familien und die gesamte Polizei." Die Äußerungen von Kundgebungsteilnehmern seien "unerträglich und inakzeptabel". Lagache forderte, die Verantwortlichen zu identifizieren.

"Hasswelle gegen Polizisten"

Die Gewerkschaft Unité SGP Police bezeichnete den Vorfall als "Schande" und "Skandal". Die Gewerkschaft Alternative Police CFDT rief die Behörden auf, der "Hasswelle gegen Polizisten" ein Ende zu setzen.

Bei den "Gelbwesten"-Protesten am Samstag war es erneut zu Ausschreitungen gekommen. Sicherheitskräfte nahmen in Paris mehr als 200 Menschen fest. Die Demonstranten protestierten hauptsächlich im Pariser Osten.

Die Gelbwesten gehen seit November gegen die Reformpolitik des französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf die Straße. Es ist das 23. Wochenende in Folge, an dem Anhänger der Bewegung demonstrieren.

cbu/AFP

insgesamt 102 Beiträge
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Korken 21.04.2019
1. Keine Bewegung, nur Chaoten
Diese "Gelbwesten" sind keine Demogruppierung mehr sondern nur noch auf Krawall aus. Es ist ein Rätsel, wie sich ein Land von landesweit einigen tausend Demokratiefeinden auf der Nase rumtanzen lassen kann.
Ökofred 21.04.2019
2. Armes Frankreich...
Und kürzlich hiess es im Forum noch, wie schade das ist,dass es in Deutschland keine gelbwesten Bewegung gibt. Und wie toll die Franzosen immer gegen das soziale Unrecht revoluzzen. Aber die Typen finden wohl nicht mehr den Weg zur bastille,..?
darko 21.04.2019
3. Demokratie ein inhaltsleeres Wort
Abseits vom schönen Klang desWortes "Demokratie" haben wir es mit einem gesellschaftlichen Hochbesteuerungsmodell zu tun , in dem die Produktiven ausgepresst werden durch zahlenmäßig überlegene Unproduktive ...
Fuscipes 21.04.2019
4.
Diese "Gelbwesten" sind keine Demogruppierung mehr sondern nur noch auf Krawall aus. Es ist ein Rätsel, wie sich ein Land von landesweit einigen tausend Demokratiefeinden auf der Nase rumtanzen lassen kann. Zu pauschal, aber ein Aufruf zum Suicid extrem dämlich, dennoch ist eine kritische Betrachtung erforderlich, und das politische Spannungen in der Luft liegen, an Lösung wenig zu erkennen ist, würde ich nicht nur als national französisches Problem einordnen.
dasfred 21.04.2019
5. Nichts neues
Sobald sich eine Protestaktion etabliert, wird sie von Chaoten unterlaufen. Ob Kravalltouristen beim G20 oder zur 1.Mai Demo in Berlin oder der Schanze in Hamburg. Solche Menschen haben auch kein klares politisches Weltbild mehr, sondern wollen, ähnlich wie Hooligans, nur Prügelei oder Zerstörung. Jetzt rächt sich, dass die Gelbwesten nicht organisiert sind. So wird es viel schwerer, diese Chaoten zu separieren.
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