Geldwäsche Ex-Jelzin-Berater Borodin verhaftet

Der ehemalige Kreml-Verwalter Pawel Borodin ist in New York von der Polizei gestellt worden. Er steht unter dem Verdacht, während der Amtszeit Jelzins Bestechungsgelder von Schweizer Baufirmen angenommen zu haben.


Ex-Kreml-Verwalter Borodin unter Korruptionsverdacht
AP

Ex-Kreml-Verwalter Borodin unter Korruptionsverdacht

Moskau/ New York - Pawel Borodin, der unter dem früheren Staatschef Boris Jelzin für Finanzen und Immobilien des russischen Präsidialamtes zuständig war, steht unter dem Verdacht der Korruption und Geldwäscherei. Er soll bei der 643 Millionen Mark teuren Renovierung des Großen Kreml-Palasts gegen Schmiergeld die Schweizer Firmen Mabetex und Mercata begünstigt haben.

Die russische Generalstaatsanwaltschaft hatte ein Verfahren wegen Korruptionsverdachts gegen Borodin im vergangenen Dezember eingestellt. Die Genfer Justiz, die von Russland auf dem Rechtshilfeweg eingeschaltet worden war, stellte wegen Korruption und Geldwäscherei den Haftbefehl gegen Borodin aus. Insgesamt ermittelt sie gegen fünf frühere Kreml-Mitarbeiter, die von den beiden Baufirmen Bestechungsgelder angenommen haben sollen.

Borodin, der zurzeit Sekretär der russisch-weissrussischen Union ist, wurde auf dem New Yorker Kennedy-Flughafen festgenommen. Er wollte an den Vereidigungsfeiern des US-Präsidenten George W. Bush teilnehmen.

Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Verhaftung Borodins kritisiert. Der jetzige Staatsekretär der Union zwischen Russland und Weißrussland "ist ein internationaler Beamter und genießt diplomatische Immunität", sagte Lukaschenkos Mitarbeiter Wladimir Makej.



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