Gescheiterter Putsch Türkische Offiziere in Griechenland werden nicht ausgeliefert

Acht türkische Soldaten, die nach dem gescheiterten Putsch aus der Türkei geflohen waren, dürfen in Griechenland bleiben. Das Oberste Gericht in Athen hat ein türkisches Auslieferungsgesuch abgelehnt.

Putschversuch in der Türkei im Sommer 2016
AP

Putschversuch in der Türkei im Sommer 2016


Griechenlands höchster Gerichtshof hat in letzter Instanz einen Auslieferungsantrag Ankaras für acht türkische Militärs abgelehnt. Die türkischen Offiziere waren nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei im Juli 2016 an Bord eines Hubschraubers nach Griechenland geflohen.

Seither fordert die türkische Regierung in Ankara ihre Auslieferung. Die Militärs sagen, sie hätten sich nichts zuschulden kommen lassen und streiten jede Beteiligung an dem versuchten Umsturz des Militärs gegen Staatschef Recep Tayyip Erdogan ab.

Sie seien lediglich Piloten von Such- und Rettungshubschraubern und keine Putschisten. Die Soldaten waren am 16. Juli in Nordgriechenland gelandet und hatten umgehend Asyl beantragt. Sie gaben an, in der Türkei sei ihr Leben in Gefahr.

Im Nachgang des Putschversuchs setzte in der Türkei eine Verhaftungswelle ein. Zehntausende Beamte wurden überprüft, zahlreiche Staatsbedienstete in Verwaltung und Militär wurden als Verräter angeklagt und verloren ihre Anstellung.

kku/cht/Reuters



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