Bombardierung in Gaza Palästinenser melden fünf weitere Tote

Durch die Gefechte zwischen Israelis und Palästinensern im Gazastreifen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza fünf weitere Menschen gestorben. Demnach soll die Zahl der Opfer bei 16 liegen.

Amir Cohen/ REUTERS

Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind am Sonntag nach palästinensischen Angaben fünf weitere Menschen getötet worden. Im Norden des Küstenstreifens seien drei Mitglieder einer Familie getötet worden, teilte das Gesundheitsministerium in Gaza mit. Darunter sei auch eine schwangere Frau. Ein weiterer Palästinenser sei im Süden getötet worden. Nahe Rafah sei außerdem ein 51-Jähriger ums Leben gekommen. Damit stieg die Zahl der seit Samstag im Gazastreifen getöteten Palästinenser auf 16.

Eine israelische Armeesprecherin in Tel Aviv sagte, man habe keine konkreten Informationen über die Vorfälle. Als Reaktion auf massive Raketenangriffe militanter Palästinenser hat Israels Armee seit Samstag mehr als 250 Ziele im Gazastreifen angegriffen. Armeesprecher Jonathan Conricus betonte, man greife nur militärische Ziele an. Bei den Raketenangriffen auf Israel sind am Sonntag drei Menschen getötet worden.

Israel bestreitet dabei, für den Tod einer 37-jährigen schwangeren Frau und ihrer einjährigen Tochter im Gazastreifen verantwortlich zu sein. Nach Militärangaben wurden sie östlich von Gaza von einer fehlgeleiteten Rakete militanter Palästinenser getroffen.

Mehr als 400 Raketen und Mörsergranaten zielten auf Israel

"Ich habe die Armee angewiesen, die massiven Angriffe auf Terrorziele im Gazastreifen fortzusetzen und die Streitkräfte am Rande des Gazastreifens mit Panzer-, Artillerie- und Infanterietruppen zu verstärken", hatte der israelische Regierungschef Benjamin Netanyahu vor einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts in Jerusalem gesagt. Die Hamas trage die Verantwortung für alle Attacken aus dem Küstenstreifen und zahle bereits einen hohen Preis dafür.

Mehr als 400 Raketen und Mörsergranaten haben militante Palästinenser nach israelischen Militärangaben seit Samstag auf israelische Ortschaften abgefeuert. Bei den Angriffen wurden unter anderem eine Fabrik in der Küstenstadt Aschkelon und ein Auto in Jad Mordechai direkt getroffen.

In Aschkelon war zuvor ein Mann bei einem Raketenangriff auf sein Haus getötet worden. Es war nach Armeeangaben das erste Mal seit dem Gazakrieg 2014, dass ein israelischer Zivilist bei einem Raketenangriff ums Leben kam.

Die neue Eskalation geschieht nur wenige Tage vor dem internationalen Gesangswettbewerb Eurovision Song Contest (ESC) in Tel Aviv, der am 14. Mai beginnt. Militante Palästinenserorganisationen hatten mit einer Ausweitung der Angriffe auf die Küstenmetropole gedroht, die bisher nicht betroffen ist.

cpa/lov/AP/dpa/Reuters

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