US-Präsidentschaftswahl 2012 Newt Gingrich gibt auf

US-Republikaner Newt Gingrich zieht sich aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurück. Diese Entscheidung werde der Politiker kommende Woche bekanntgeben, berichten US-Fernsehsender. Damit ist der Weg für Mitt Romney endgültig frei.
Newt Gingrich: Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses wirft das Handtuch

Newt Gingrich: Der ehemalige Sprecher des Repräsentantenhauses wirft das Handtuch

Foto: Jessica Kourkounis/ AFP

Washington - Ein weiterer Präsidentschaftsbewerber der US-Republikaner räumt das Feld: Newt Gingrich will sich aus dem Rennen um die Kandidatur seiner Partei zurückziehen, melden die US-Fernsehsender CNN und Fox.

Am kommenden Dienstag werde der Politiker bei einem Auftritt in Washington seine Entscheidung begründen und dabei seine Unterstützung für den Favoriten Mitt Romney erklären. Er werde seinen Wahlkampf als einfacher "Bürger" fortsetzen. Was damit gemeint sein sollte, erklärte Gingrich nicht.

Vor zwei Wochen hatte bereits Romneys ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen. Damit gilt praktisch als sicher, dass Mitt Romney Amtsinhaber Barack Obama bei der Wahl am 6. November herausfordern wird, auch wenn der Ex-Gouverneur von Massachusetts die erforderliche Zahl von Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag bislang nicht erreicht hat. Am Dienstag hatte er im parteiinternen Rennen um die Kandidatur fünf weitere Vorwahlsiege eingefahren und damit den Abstand zwischen sich und seinen verbliebenen Konkurrenten weiter vergrößert.

Gingrich hatte bisher nur die Vorwahlen in seinem Heimatstaat Georgia und dem benachbarten South Carolina gewonnen. Sollte er tatsächlich aus dem Rennen aussteigen, hätte Romney nur noch einen Mitbewerber: den texanischen Kongressabgeordneten Ron Paul. Der hatte am Montag erklärt, er werde auf jeden Fall bis zum Nominierungsparteitag Ende August weiterkämpfen.

syd/Reuters/AFP/dpa
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