Goldene-Moschee-Anschlag Sicherheitskräfte nehmen Qaida-Mitglied fest

Im Irak ist laut Regierungsangaben ein wichtiges al-Qaida-Mitglied festgenommen worden. Der Tunesier wurde wegen des folgenschweren Anschlags auf ein schiitisches Heiligtum, die Goldene Moschee in Samarra gesucht.


Bagdad - Der Tunesier sei vor einigen Tagen bei einem Gefecht mit Sicherheitskräften nördlich von Bagdad schwer verletzt worden, teilte der nationale Sicherheitsberater Muwafak al-Rubaie heute mit. Der Mann sei an dem Anschlag auf die Goldene Moschee in Samarra beteiligt gewesen, der vor vier Monaten eine Welle der Gewalt zwischen Sunniten und Schiiten auslöste.

Teilzerstörte Goldene Moschee von Samarra, Februar 2006: Einer der Verantwortlichen des Anschlags soll gefasst worden sein
AFP

Teilzerstörte Goldene Moschee von Samarra, Februar 2006: Einer der Verantwortlichen des Anschlags soll gefasst worden sein

Seit dem Bombenanschlag auf das bedeutende schiitische Heiligtum sind rund 150.000 Iraker aus ihren Häusern geflohen, wie die Vereinten Nationen am Dienstagabend mitteilten. Insgesamt seien derzeit 1,3 Millionen Iraker im eigenen Land auf der Flucht. Das entspreche etwa fünf Prozent der Bevölkerung.

Bei der Festnahme des Tunesiers in einem Dorf nördlich von Bagdad wurden nach Angaben der irakischen Regierung 15 weitere ausländische Kämpfer getötet. Der irakische Drahtzieher des Anschlags sei allerdings noch immer flüchtig. Auch vier Saudiaraber seien an der Tat beteiligt gewesen, sagte Sicherheitsberater al-Rubaie.

Heute riss ein Selbstmordattentäter in Bakuba ein Opfer mit in den Tod, zwölf weitere Menschen wurden verletzt. Bei einem Anschlag auf einen US-Konvoi in Bagdad kam ein irakischer Zivilist ums Leben. Zudem wurden in der Hauptstadt ein ranghoher Zollbeamter und dessen Fahrer erschossen.

lan/AP

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