Kraftwerk Fessenheim Greenpeace-Aktivisten dringen auf AKW-Gelände vor

Mehrere Dutzend Aktivisten von Greenpeace sind auf das Gelände des französischen Atomkraftwerks Fessenheim gelangt. Sie brachten an der Betonkuppel eines Reaktors ein Banner an, auf dem ein "Ende des Risikos für Europa" gefordert wurde.
Greenpeace-Aktion in Fessenheim: Nächtliche Aktion am Oberrhein

Greenpeace-Aktion in Fessenheim: Nächtliche Aktion am Oberrhein

Foto: SEBASTIEN BOZON/ AFP

Paris - Die Aktion startete morgens gegen 5.30 Uhr: Rund 50 Atomkraftgegner von Greenpeace gelangten am Dienstag auf das Gelände des umstrittenen französischen AKW Fessenheim am Oberrhein.

Nach Berichten französischer Medien entfalteten sie am Dienstag ein Banner, auf dem ein "Ende des Risikos für Europa" gefordert wurde. Mit der Aktion von Teilnehmern aus mehreren europäischen Ländern solle auf die "Gefahr durch alternde Atomkraftwerke in Europa" aufmerksam gemacht werden, teilte die Umweltorganisation mit.

Nach Angaben von Greenpeace waren wegen der Aktion Polizisten im Einsatz, und ein Hubschrauber der Gendarmerie kreiste über dem AKW.

In Fessenheim hatte es in der Vergangenheit immer wieder technische Pannen gegeben. Das Kraftwerk ist einer von 19 Standorten mit 58 Atomreaktoren in Frankreich. Die beiden Reaktoren wurden 1977 und 1978 in Betrieb genommen und sind damit die ältesten in Frankreich.

Fessenheim soll bis Ende 2016 vom Netz gehen. Präsident François Hollande will bis 2025 den Anteil der Atomenergie von 75 auf 50 Prozent reduzieren.

Erst Anfang März waren in Südfrankreich 29 Greenpeace-Aktivisten wegen Hausfriedensbruchs zu dreimonatigen Bewährungsstrafen verurteilt worden, weil sie im vergangenen Sommer in die Atomanlage Tricastin in Südfrankreich eingedrungen waren.

als/dpa/Reuters
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