Streit über Grenze Trump droht Mexiko jetzt mit Autozöllen

Donald Trump hat Mexiko erneut ein Ultimatum gestellt - aber mit "langer Vorwarnzeit". Der US-Präsident droht dem Nachbarland im Streit über illegale Einwanderungen nun mit Importzöllen auf Autos.

Menschen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA
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Menschen an der Grenze zwischen Mexiko und den USA


Donald Trump kommt bei seinem Plan, die Grenze zwischen Mexiko und den USA durch den Bau einer Mauer zu schließen, nicht so richtig voran. Jetzt hat der US-Präsident eine neue Strafaktion angekündigt. Er drohte dem südlichen Nachbarland mit der Verhängung von Autozöllen.

Die mexikanische Regierung müsse sowohl Migranten stoppen, die in die USA wollten, als auch Drogen, die in die Vereinigten Staaten geschmuggelt würden. Trump setzte dem Land dafür eine Frist von einem Jahr. Wenn Mexiko bis dahin nicht entsprechende Schritte unternommen habe, "dann werden wir ihre Autos mit Zöllen belegen", sagte er. "Wenn das nicht funktioniert, werden wir die Grenze schließen."

Trump fügte hinzu: "Ich werde das tun. Ich spiele keine Spiele." Er hatte ursprünglich damit gedroht, bereits in dieser Woche die Grenze zu schließen, wenn die mexikanische Regierung ihr Vorgehen gegen illegale Einwanderer, die durch das Land in die USA wollten, nicht deutlich verstärke. Am Dienstag hatte er den US-Kongress zu einer umgehenden Reform der Migrationsgesetze aufgefordert und andernfalls erneut mit der Schließung der Grenze gedroht.

Die 3200 Kilometer lange Grenze zwischen den USA und Mexiko ist eine der am stärksten frequentierten der Welt. Eine Schließung würde für beide Länder schwere wirtschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen. Trump hatte am Dienstag eingeräumt, dass eine Grenzschließung "negative Auswirkungen auf die Wirtschaft" haben werde. Er hatte aber auch gesagt: "Sicherheit ist mir wichtiger als Handel." Im Februar hatte Trump einen nationalen Notstand an der Grenze ausgerufen, an der er eine umstrittene Mauer bauen lassen will.

Mexikos Wirtschaftsministerin Graciela Márquez Colín forderte Trump auf, die Migrations- und Handelspolitik nicht miteinander zu vermischen. Der mexikanischen Regierung sei es "sehr wichtig", Migrations- und Handelsfragen voneinander zu trennen. "Die Vereinigten Staaten vermischen diese Themen manchmal", sagte sie in Mexiko-Stadt.

Über neue Zölle müssten Mexiko und die USA als "zwei Handelspartner" reden, die gerade dabei seien, ein Handelsabkommen zu modernisieren, ergänzte die Ministerin mit Blick auf die Neuauflage des nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta.

als/dpa/AFP

insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
brachtendorf 05.04.2019
1. Schade das er die Grenze nicht schon diese Woche schließt!
Beiträgst wir er es vor wenigen Tagen versprach. Vermutlich könnte ihm tatsächlich einer seiner Berster erklären, dass dies elementare Probleme in der Grenzregion der USA schaffen würde und wirtschaftlich ein Desaster wäre. Das ist schade! Jetzt wieder eine Drohung! Seine gesamte Politik basiert darauf! Wann erkennen die Amerikaner endlich, dass dieser Mann die Hirnleistjng eines Kindes hat und Besserung nicht zu erwarten ist!
neutralfanw 05.04.2019
2. Auf ihn kann man sich verlassen
Sicherheit ist mir wichtiger als Handel...sagt der selbsternannte größte Dealmaker aller Zeiten. Der größte Deal aller Zeiten war ja der Handelsvertrag zwischen USA-Kanada-Mexico. Deshalb könnte man Mexico jetzt auch mit Strafzöllen belasten. Klingt logisch. Entspricht Trump’s Geschäftsgebaren. Solche Partner wünscht man sich in jeder Geschäftsbeziehung. Heute Sicherheit, morgen wieder Handel, übermorgen die nächste wirre Aussage.
huha0208 05.04.2019
3. Haha, welche Autoindustrie
hat denn Mexiko? Doch wohl in erster Linie deutsche Marken (schon seit Jahrzehnten) mal abgesehen von den 4 GM Werken, die sowieso den armen Amerikanern die Arbeitsplätze „stehlen“ ... stehlen! Interessante Wortwahl in dem Land, wo doch sonst der sportliche Wettbewerb gepriesen wird. Das Ziel ist klar: Trump will Deutschland und damit die EU schwächen. Haha, er spiele keine Spielchen...
kuac 05.04.2019
4.
Importzölle? Falls Importzölle gut für die Länder und ihre Bürger wären, dann hätte man sie weltweit und auf alle Waren eingeführt. Warum haben wir in der EU eine zollfreie Union? Wie immer, alles was Donny macht, hat wenig Sinn. Warum unternimmt er keinen Staatsbesuch nach Mexiko und versucht mit Mexiko einen Mauerdeal zu erreichen? Angeblich ist er doch der beste und genialeste Dealer der Welt!
c.PAF 05.04.2019
5.
"Sicherheit ist mir wichtiger als Handel" Hahaha! Autozölle kommen, Handel bricht ein, Wirtschaft klagt. Trump: "Schuld sind die Demokraten, hätten sie der Mauer zugestimmt, wäre der Schritt nicht nötig gewesen". Vielleicht schafft er es so zu seiner Mauer. Gebaut von "seinen" Firmen. Kasse macht Trump. Mehr interessiert ihn nicht. Was mich nur irritiert, wäre seine Fähigkeit, länger voraus zu planen...
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