Grenzkontrollen EU nimmt Schweiz in Schengen-Zone auf

Keine systematischen Kontrollen mehr an Schweizer Grenzen: Die Innenminister der EU-Staaten haben entschieden, das Land in die Schengen-Zone aufzunehmen. Reisende können künftig mit spürbaren Erleichterungen rechnen.


Brüssel - Reisen über die Schweizer Grenze werden einfacher: Die Innenminister der 27 EU-Staaten haben am Donnerstag offiziell beschlossen, die Schweiz in die Schengen-Zone aufzunehmen. Als Folge werden die systematischen Personenkontrollen an den Grenzen zwischen der Alpenrepublik und den Nachbarländern Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich am 12. Dezember eingestellt.

Nach Angaben der Schweizer Regierung überqueren täglich 700.000 Personen, 300.000 Pkw und 20.000 Lastwagen die Grenzen des Landes. Der Warenverkehr soll auch weiterhin kontrolliert werden, weil die Schweiz nicht dem europäischen Binnenmarkt angehört. Die Reisenden, deren Identität bisher zumindest theoretisch überprüft wurde, können sich jedoch auf Erleichterungen einstellen.

Die Kontrollen im Luftverkehr zwischen den Schengen-Staaten und der Schweiz sollen mit der Umstellung des Flugplans am 28. März 2009 fallen. Zur Schengen-Zone gehören bisher 22 EU-Staaten sowie Norwegen und Island. Die EU-Mitglieder Großbritannien, Irland, Rumänien, Bulgarien und Zypern sind bisher nicht dabei.

cte/dpa



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