Spanische Exklaven in Afrika Grenzpolizei darf keine Gummigeschosse mehr einsetzen

Spanien hat das Schießen mit Gummiprojektilen an den Grenzen der Exklaven Ceuta und Melilla verboten. Bei einem Massenansturm auf das spanische Territorium waren Anfang Februar 14 Menschen auf der Flucht vor der Grenzpolizei ertrunken.

Spanischer Grenzsoldat (Archivbild): Flüchtlinge drängen nach Ceuta
REUTERS

Spanischer Grenzsoldat (Archivbild): Flüchtlinge drängen nach Ceuta


Madrid - Spanische Grenzpolizisten in den Exklaven Ceuta und Melilla dürfen Flüchtlinge künftig nicht mehr mit Gummigeschossen attackieren. Das teilte ein Sprecher des Innenministeriums in Madrid mit.

Die beiden Orte an der marokkanischen Mittelmeerküste sind die einzige Landgrenze zwischen der EU und Afrika und daher ein begehrtes Ziel afrikanischer Flüchtlinge. In Ceuta richten sich die regelmäßig organisierten Massenanstürme auf den Grenzübergang und den Strand.

Bei einer dieser Aktionen waren am 6. Februar mindestens 14 Flüchtlinge im Meer ertrunken. In der Folge entbrannte in Spanien eine heftige Debatte über das Verhalten der Sicherheitskräfte, die mit ihren marokkanischen Kollegen die Flüchtlinge zurückgedrängt hatten. Die Regierung in Madrid räumte ein, dass Gummigeschosse eingesetzt wurden, wies einen Zusammenhang mit den Todesfällen aber zurück.

Am Montag versuchten erneut etwa 500 Migranten, die Absperrungen in Melilla zu überwinden. 100 von ihnen gelangten über die Grenze. Nach Angaben der Behörden wurden 27 Menschen verletzt.

usp/AFP

insgesamt 14 Beiträge
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outwiper 26.02.2014
1. Dann werden jetzt wohl
nicht täglich 100 sondern hunderte über die Grenze kommen. Immer rein. Wir ham genug Platz. In Hamburg werden jetzt dringend benötigte Neubauten an Asylanten vergeben. Erstbezug ist toll. Hatte ich irgendwie noch nie, vor allem nicht für lau.
Horstino 26.02.2014
2.
Und wie sollen die Sicherheitskräfte nun bitte die illegalen Einwanderer abhalten? Sie höflich auffordern das gewaltsame Eindringen doch bitte zu unterlassen? Ist jemand der Gewalt anwendet (am Montag wurd auf Polizisten mit Knüppeln eingeprügelt und Steine geworfen) ein Flüchtling und wer schützt die Europäer vor solchen Menschen, die sich alles zur Not mit Gewalt nehmen?
andi/// 26.02.2014
3. Wie einst Berber und Mauren
Nur diesmal kommen die Massen als direkte Antwort auf unsere Waffenexporte und folgen dem trügerischen Lockruf unserer Dekadenz.
roedaelefanten 26.02.2014
4. Warum
gibt Spanien seine Enklaven nicht ab? Gäb's dann die bekannten Probleme überhaupt noch?
sponschrobert 26.02.2014
5. Wer schützt uns vor Menschen wie horstino?
Die nicht erkennen dass wir in Europa die MitSchuld fuer das Elend im Afrika tragen Wie würde horstino reagieren wenn man ihnen seinen SUV wegnimmt? Oder schlimmer: wenn er am verhungern ist? Wir fischen ihre Meere leer und wundern uns wenn sie kommen um zu essen. Zynismus pur! Lasst sie alle rein! Erst dann beginnt ein Umdenken auch in christlichen Kreisen
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