Grenzüberschreitungen Pakistan drängt USA zum Stopp von Raketenangriffen

Kritik aus Islamabad: Pakistans Regierung will Angriffe von unbemannten US-Fluggeräten im eigenen Land verhindern. Der Raketenbeschuss sei eine Verletzung der staatlichen Souveränität. Dafür wurde in höchsten Washingtoner Kreisen vorgesprochen - doch die USA ignorieren bislang die Vorwürfe.


Hamburg - Das pakistanische Außenministerium hat Raketenangriffe von unbemannten US-Fluggeräten auf Stammesgebiete im Nordwesten des Landes als Verletzung der eigenen Souveränität eingestuft und zur Beendigung aufgerufen. Außerdem seien die Raketenangriffe "kontraproduktiv". Die Bedenken seien in Washington auf höchster Ebene geäußert worden.

Seit August 2008 sollen die USA in den Stammesgebieten mehr als 35 Angriffe geflogen sein, bei denen mehr als 430 Menschen getötet worden sein sollen.

Das Gebiet an der afghanisch-pakistanischen Grenze gilt als Rückzugsort für Aufständische. Zu den Vorwürfen äußern sich die USA grundsätzlich nicht, allerdings verfügen die US-Einheiten als einzige in der Region über bewaffnete Aufklärungsflugzeuge.

Der US-amerikanische Präsident Barack Obama will am Freitag seine neue Strategie zum Kampf gegen radikalislamische Rebellen und das Terrornetzwerk al Qaida in Afghanistan vorstellen.

jar/AFP



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