Merkel über Verhandlungen mit Griechenland "Der Samstag ist entscheidend"

Das Treffen der Eurofinanzminister am Samstag bringt die Entscheidung: An diesem Tag muss eine Lösung im Schuldenstreit mit Griechenland gefunden werden. Angela Merkel sagt, die Zeit werde "sehr, sehr knapp".


Die Zukunft Griechenlands liegt jetzt in den Händen der Eurofinanzminister. Sie müssen bei ihrem Treffen am Samstag in Brüssel eine Lösung finden. "Wir sagen mit Bedacht: Dieser Euro-Gruppe kommt entscheidende Bedeutung zu", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Gipfel in der belgischen Hauptstadt. Die Zeit werde "sehr, sehr knapp".

Die Verhandlungen seien sehr technisch und könnten deshalb nur von Fachleuten geführt werden. "Das können und werden die Staats- und Regierungschefs nicht tun", betonte Merkel. Der politische Wille zu einer Einigung sei aber von allen Gipfelbeteiligten unterstrichen worden.

Derzeit gehe es um den Abschluss des laufenden Programms. "Es ist nicht möglich, irgendwelches neues Geld zu finden, was bislang nicht da ist", stellte Merkel klar.

Der Bundestag muss zustimmen

Auf die Frage nach einem möglichen Plan B, sollte es keine Einigung am Samstag geben, reagierte die CDU-Chefin ausweichend. Sie wolle ein erfolgreiches Abkommen und werde sich nicht an Spekulationen beteiligen, sagte Merkel.

Auf die Frage, ob es Meinungsverschiedenheiten mit Finanzminister Wolfgang Schäuble in der Beurteilung der Lage gebe, sagte Merkel, sie habe mit dem Minister telefoniert. Auf die Bewertung des deutschen Finanzministers werde sie sich "ein Stück weit verlassen".

Erst wenn die Euro-Gruppe grünes Licht gibt, könnte das griechische und anschließend das deutsche Parlament abstimmen, um blockierte Milliarden aus dem Hilfsprogramm für das hoch verschuldete Land freizugeben. Ohne Einigung verfällt das Geld am Dienstag - Athen könnte seine Schulden von 1,5 Milliarden Euro beim Internationalen Währungsfonds (IWF) kaum fristgerecht begleichen und wäre pleite.

syd/dpa/AFP/Reuters

insgesamt 139 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Eduschu 26.06.2015
1.
Die Zeit ist knapp. Die Zeit ist sehr knapp. Die Zeit ist sehr, sehr knapp. Die Zeit ist sehr, sehr arg knapp. Die Zeit ist sehr, sehr ultraknapp. Die Zeit ist sehr, sehr megaultraknapp. Wie lange geht das noch so weiter?
DasKlo 26.06.2015
2.
"Der Samstag ist entscheidend" Oder doch vielleicht der Montag oder Dienstag oder Mittwoch oder gar nächsten Monat? Ein Affentheater!
tailspin 26.06.2015
3. Sagen Sie es ruhig, Frau Merkel.
Wenn die Einigung mit Griechenland nicht zustande kommt, und Sie wegen der von Ihnen verbuergten und in Sand gesetzten 80 Mrd Euro der arbeitenden Bevoelkerung alternativlos auffliegen, duerfen wir dann darauf hoffen, dass sie am Sonntag ihren Hut nehmen? Ein bisschen teuer zwar, aber das waere es am Ende wert.
derjuergie 26.06.2015
4. Wie sagte gestern Abend Martin Schulz
in den Tagesthemen, lasst uns doch nicht immer über die Schulden Griechenlands reden. Ja worum geht es denn seit 5 Jahren, oder will er damit sagen das dass Geld sowieso abgeschrieben werden kann? Das wäre ja mal was ganz neues aus einem Politikermund, aber das weiß wer normale Bürger eh schon seit 5 Jahren.
Pandora0611 26.06.2015
5. Ich (Merkel) werde Griechenland retten
Und koste es dem deutschen Steuerzahler was es wolle! Denn scheitert Griechenland, dann scheitert Europa! Und dann scheitere auch ICH! Und das will ICH nicht!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.