Griechenland Nato-Flotte soll Olympia schützen

Die Angst vor einem Terroranschlag während der Olympischen Spiele in Athen ist groß. Zum Schutz des Sportereignisses schickt die Nato jetzt ihre gesamte Mittelmeerflotte an die griechische Küste.

Piräus - Der deutsche Konteradmiral Hans Jochen Witthauer erklärte heute, vom 13. bis zum 29. August würden alle Schiffe unter seinem Kommando gemeinsam mit der griechischen Marine die Sicherung der Seewege übernehmen. Die Nato plant außerdem Aufklärungsflüge über Griechenland während der Spiele.

Witthauer betonte, die Überwachung der ausgedehnten Küsten und Hunderten griechischen Inseln sei eine Herausforderung. Die Nato will jedoch auch außerhalb der griechischen Hoheitsgewässer tätig werden. Einzelheiten wollte Witthauer nicht nennen. Er erklärte jedoch, es bestehe eine Verbindung zwischen der Nato-Mission "Active Endeavor", die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gestartet wurde, und der Unterstützung für die Olympischen Spiele. Witthauer ist verantwortlich für den Antiterroreinsatz der Nato im Mittelmeer. Er steht an der Spitze des Ständigen Nato-Einsatzverbandes Mittelmeer (SNFM).

Der Job wird nicht leicht werden für die Nato. Griechenland ist ein Transitland für Menschenhändler und Schmuggler. Während der Spiele werden auch viel olympische Würdenträger, Staatsoberhäupter und andere wichtige Gäste auf Kreuzfahrtschiffen im Hafen von Piräus absteigen, etwa zehn Kilometer südlich vom Zentrum Athens. Sicherheitsexperten befürchten, das Terrornetzwerk al-Qaida oder andere Gruppen könnten Angriffe auf diese Ziele planen.