Griechenland Polizei in Athen hebt mutmaßlich Terrorzelle aus

Eine der gefährlichsten linken Untergrundorganisationen Griechenland könnte aufgeflogen sein. Die Gruppe "Revolutionärer Kampf" bekennt sich zu mehreren Bombenanschläge, einer davon auf die US-Botschaft. Die Polizei hat sechs verdächtige Personen in Athen festgenommen.

Athen - Die griechische Polizei glaubt, eine der gefährlichsten linken Untergrundorganisationen des Landes zerschlagen zu haben: eine Gruppe namens "Revolutionärer Kampf". Am Samstag und Sonntag wurden sechs Personen festgenommen, und die Polizei fahndet nach weiteren sieben Verdächtigen, wie das staatliche Fernsehen (NET) weiter berichtete.

Nach übereinstimmenden Medienberichten hatte die Polizei in der Athener Vorstadt Nea Ionia ein Haus durchsucht und dabei Material entdeckt, das auf diese extremistische Untergrundorganisation deute.

Durchsucht wurden weitere Wohnungen und Häuser rund um Athen. Es seien Proklamationen der Organisation sowie Material zur Herstellung von Bomben sichergestellt worden, hieß es.

Die Gruppe "Revolutionärer Kampf" hat seit 2003 mehrere Bombenanschläge auf Ministerien und Filialen von multinationalen Unternehmen und Banken verübt. Angehörige der Gruppe haben zudem einen Polizisten schwer verletzt. Die Polizei vermutet, dass die Mitglieder dieser Organisation auch unter dem Namen anderer Terrororganisationen ihre Anschläge verübten.

Der bislang spektakulärste Anschlag ereignete sich im Januar 2007, als die Terroristen mit einer Panzerfaust die amerikanische Botschaft in Athen angriffen. Damals entstand Sachschaden. In ihren Bekennerschreiben kritisiert die Organisation die Wirtschaftspolitik der Regierungen und der "Wirtschafts-Elite" des Landes.

abl/dpa
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