Griechenland Parlament lässt Samaras' Präsidentschaftskandidaten durchfallen

Regierungskandidat Stavros Dimas ist bei der Präsidentenwahl in Griechenland im ersten Versuch gescheitert. Bis Ende Dezember sollen zwei weitere Wahlgänge im Athener Parlament stattfinden. Wenn er auch dann durchfällt, finden Anfang 2015 Neuwahlen statt.

Parlament in Athen: Zwei Versuche bleiben noch, um Neuwahlen zu verhindern
AP/dpa

Parlament in Athen: Zwei Versuche bleiben noch, um Neuwahlen zu verhindern


Athen - Neuwahlen in Griechenland sind einen Schritt nähergerückt. das Parlament in Athen hat im ersten Wahlgang keinen neuen Präsidenten gewählt. Der Kandidat der Regierung, Stavros Dimas, erhielt bei der Abstimmung nur 160 von 300 Stimmen. 135 Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Damit verfehlte der 73-jährige ehemalige EU-Kommissar die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit von 200 Stimmen deutlich.

Am 23. Dezember starten die Abgeordneten einen neuen Versuch. Sollte auch dieser Wahlgang ohne Ergebnis bleiben, wird nochmals am 29. Dezember abgestimmt. Dann sind lediglich 180 Stimmen für die Wahl notwendig. Scheitert auch diese Wahl, sind vorgezogene Wahlen vorgeschrieben.

Die Regierung in Athen und die Europäische Union warnen vor Neuwahlen in Griechenland. Sie fürchten einen Triumph der linken Syriza-Partei, die den von den internationalen Geldgebern geforderten Sparkurs in Athen vehement ablehnt. Die Syriza setzt genau deshalb darauf, dass Dimas bei der Präsidentenwahl dreimal durchfällt und es damit Anfang 2015 zu Neuwahlen kommt.

Der Kandidat von Premierminister Antonis Samaras muss darauf hoffen, dass sich spätestens im dritten Wahlgang unabhängige Abgeordnete oder Oppositionsfraktionen dazu entschließen, für Dimas zu stimmen. Die Koalition selbst hat nur 155 Sitze im Parlament.

syd/dpa/AP/Reuters



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