Ärmelkanal Großbritannien fängt offenbar russisches U-Boot ab

Die britische Marine hat nach eigenen Angaben ein russisches U-Boot entdeckt. Es soll Kurs auf den Ärmelkanal gehalten haben.

Russisches U-Boot (Archivbild)
REUTERS

Russisches U-Boot (Archivbild)


Großbritanniens Marine hat offenbar ein russisches U-Boot abgefangen, das Kurs auf den Ärmelkanal hielt. Das berichten verschiedene britische Medien, darunter der "Telegraph" . Es soll sich um die "Stary Oskol" aus der Schwarzmeerflotte handeln, welche Cruise Missiles und Torpedos transportieren kann. Das Boot sei bereits in der Nordsee von Nato-Kräften entdeckt worden und dann von der britischen Fregatte HMS "Kent" dorthin zurück eskortiert worden.

Verteidigungsminister Michael Fallon sagte, der Zwischenfall zeige, dass die britische Marine "ein wachsames Auge auf internationale und heimische Gewässer wirft". Der Kommandant der HMS "Kent", Daniel Thomas, sprach von einer "gemeinsamen Anstrengung mit unseren Nato-Verbündeten".

In jüngster Zeit kam es an den Grenzen von EU-Ländern wiederholt zu Vorfällen mit russischem Militär. Erst am Dienstag warf Estland der Regierung in Moskau vor, den eigenen Luftraum mit einem Militärflugzeug verletzt zu haben.

Vermeintliche Grenzverletzungen durch russische U-Boote stellten sich jedoch in der Vergangenheit teilweise als Falschmeldungen heraus. So räumte die britische Marine ein, dass eines ihrer eigenen Boote im April 2015 einen irischen Fischkutter beschädigt hatte - lange war ein russisches Boot hinter dem Zwischenfall vermutet worden. Bei einem vor der Küste Schwedens gefundenen russischen U-Boot wiederum handelt es sich wahrscheinlich um ein schon 1916 gesunkenes Schiff.

dab



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