Großbritannien Fuchsjagd per Sondergesetz verboten

Die traditionelle englische Fuchsjagd gehört der Vergangenheit an. Nach tagelangen Debatten hat das Unterhaus in London den Mehrheitswillen der Parlamentarier mit Hilfe eines Sondergesetzes durchgesetzt und die Hunde-Treibjagd auf Füchse verboten. Befürworter der Jagd gingen zu hunderten auf die Straße.


London - Mit dem am späten Donnerstagabend durchgesetzten Verbot, das im kommenden Februar in Kraft tritt, endet ein sieben Jahre langer Streit zwischen den konservativen Lords im Oberhaus und der Labour-Mehrheit im Unterhaus. Die Lords hatten die Pläne der Regierung für ein Ende der Jahrhunderte alten Jagdtradition immer wieder durchkreuzt und sich auf keinerlei Kompromisse eingelassen. Ein entsprechendes Gesetz wurde somit blockiert. In solchen Fällen kann der Sprecher des Unterhauses, wie am Donnerstag geschehen, durch Anwendung des "Parliament Act" aus dem Jahr 1949 die Umsetzung eines Gesetzes erzwingen. Dies war zuvor erst drei Mal geschehen.

Verfechter der Fuchsjagd gingen noch an Abend zu hunderten auf die Straße und drohten mit Klagen, um die Fortsetzung der seit dem Jahr 1660 bestehenden Jagdtradition zu erzwingen. Das Thema Fuchsjagd hatte die Nation gespalten wie kaum ein anderes. Während Tierschützer die Hetzjagd als Tierquälerei verurteilen, sehen die Befürworter sie als ein althergebrachtes Bürgerrecht vor allem der Landbevölkerung.



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