Armut in Großbritannien Als Kris Thomas ohnmächtig zusammenbrach - vor Hunger

Großbritannien ist das fünftreichste Land der Welt - doch 14 Millionen Einwohner gelten als arm. Nach der Finanzkrise stieg die Zahl der Tafeln enorm. Die Familie von Kris Thomas hätte sonst keine Chance.

Thomas Victor

Aus Nottingham berichten und Thomas Victor (Fotos)


Kris Thomas hat Hunger. Und zwar von der Art, die schwach macht und krank. Die Menschen vernichten kann.

Thomas ist 27 Jahre alt, er möchte arbeiten, er hat zwei Kinder, für die er sorgen will. Er hat ein Anrecht auf staatliche Unterstützung. Doch im Großbritannien des Jahres 2019, dem nach Schätzungen des "Global Wealth Reports" der Bank Credit Suisse fünftreichsten Land der Welt, reicht das alles nicht mehr.

Und so betritt Thomas mit einer leeren Sporttasche in der Hand den niedrigen Vorraum der Bridgeway-Hall-Methodistenkirche in Nottingham und setzt sich mit gesenktem Kopf an einen Tisch. Um ihn herum Männer in zerschlissener Kleidung.

"Was ist der Grund für Ihren Besuch?", fragt eine Frau in grüner Schürze, nachdem sie sich zu Thomas gesetzt hat. Sie ist ehrenamtliche Mitarbeiterin der Tafel in Nottingham, einer gemeinnützigen Organisation, die übrig gebliebene Lebensmittel kostenlos an Bedürftige verteilt.

Kris Thomas in der Foodbank der Bridgeway Hall Methodisten Kirche in Nottingham
Thomas Victor

Kris Thomas in der Foodbank der Bridgeway Hall Methodisten Kirche in Nottingham

Als Thomas aufschaut, um ihr seinen pinkfarbenen Berechtigungsschein zu geben, wird in seiner Halsbeuge ein Tattoo sichtbar: Stacy, der Name seiner Freundin. Sie und ihre gemeinsamen Kinder Cleo und Kaydn, zehn und acht Jahre alt, sitzen auch da. Sie sind es, um die sich Thomas am meisten Sorgen macht.

Er antwortet: "Das Jobcenter hat uns sanktioniert und unser Geld gestrichen, obwohl wir zwei Bewerbungsgespräche hatten." Die Frau in der grünen Schürze schüttelt den Kopf. "Das ist ein Albtraum", sagt sie. "Reden Sie gar nicht erst weiter, sonst rege ich mich wieder auf."

Thomas nickt und sagt, dass es ihm das Blut zum Kochen bringt, wenn er darüber nachdenkt. Dabei ist er keine Ausnahme. Wie ihm geht es Millionen von Briten. Hunger grassiert auf der Insel. Arbeiter, Arbeitslose, Kinder - 14 Millionen Menschen im Land gelten inzwischen als arm, für mehr als die Hälfte davon ist es ein täglicher Kampf, den Kühlschrank zu füllen. Mehr als vier Millionen Kinder sind betroffen.

Lebensmittelkonserven in der Foodbank in Nottingham
Thomas Victor

Lebensmittelkonserven in der Foodbank in Nottingham

Seit 2008 ist die Zahl der Tafeln von 29 auf 2000 gestiegen, Hunderttausende Menschen nutzen sie. Die Folgen der Mangelernährung: Schüler lernen schlechter, Eltern werden kränker, die Alten sterben früher.

Der Grund dafür liegt ein Jahrzehnt zurück. 2008 crashten die Banken. Die britische Regierung stellte 500 Milliarden Pfund für deren Rettung bereit, aber schon bald darauf titelte das "Time-Magazine": "Schneller als sie begann, ist die Bankenkrise vorbei". Die Gewinne in den Finanzhäusern sprudelten wieder, die Aktien stiegen. Kurz darauf peitschte die neugewählte konservativ-liberale Regierung ein Austeritätsprogramm durch und machte sich an eine Reform der Sozialprogramme. Der Hunger kehrte zurück.

Die Frau in der grünen Schürze legt Thomas ein Klemmbrett hin, er unterschreibt und bekommt mehrere Tüten, vollgepackt mit Nudeln, Brot und Tomatensauce. Ein paar Schokoladeneier hat sie auch untergebracht, für die Kinder an Ostern.

Kris und Stacy packen mit ihren Kindern Cleo und Kaydn die Lebensmittel in Taschen
Thomas Victor

Kris und Stacy packen mit ihren Kindern Cleo und Kaydn die Lebensmittel in Taschen

Kris und Stacy bedanken sich und verteilen das Essen auf mitgebrachte Taschen, damit es sich besser tragen lässt. Geld für den Bus haben sie nicht. Fast eine Stunde laufen sie zu Fuß nach Hause.

Auf dem Heimweg dreht Kaydn Runden auf seinem Rad, verschwindet immer wieder hinter Häuserecken. Stacys Blick flackert, sie kämpft seit Jahren mit Panikattacken, stark befahrene Straßen jagen ihr Angst ein. Sie brüllt Kaydn hinterher. Kris versucht, alle im Blick zu behalten und gleichzeitig seine Geschichte zu erzählen.

In der Schule lief es gut, Kris Thomas plante zu studieren. Doch als er Stacy kennenlernte, die bald von ihm schwanger wurde und zu Hause rausflog, mussten die beiden ihr Leben selbst zum Laufen bringen. Er fand eine Stelle im Flagshipstore einer Sportladenkette und stieg bald zum stellvertretenden Storemanager auf.

Als aber seine kleine Cleo das Trinken verweigerte und auf der Intensivstation landete, war für ihn an Arbeit nicht zu denken. Er fand eine Vertretung und meldete sich ab - so wie es halt richtig ist, dachte er. Sein Chef dachte anders: Er mahnte ihn ab. Wut packte ihn, sagt Thomas. "In diesem Augenblick habe ich nur zwei Möglichkeiten gesehen: kündigen oder meinen Chef umbringen." Er kündigte.

Passanten in einer Einkaufsstraße im Zentrum von Nottingham
Thomas Victor

Passanten in einer Einkaufsstraße im Zentrum von Nottingham

In der Cafeteria eines großen Supermarkts bekam Thomas einen neuen Job. Doch als das betrügerische Kartenhaus der Großbanken implodierte, Großbritannien in die Rezession stürzte und der Supermarkt Personal entließ, verlor er ihn wieder.

Dreimal fand Thomas in den folgenden elf Monaten wieder Arbeit, dreimal wurde er Opfer von Entlassungswellen, erzählt er. Um zu überleben, liehen Stacy und er sich Geld. Dann ergatterte er einen Job als Müllmann bei der Stadt, verdrehte sich beim Heben den Rücken, sei trotz Ischias, trotz des Schmerzes, täglich zur Arbeit gegangen - und wurde trotzdem gefeuert. Kris und Stacy wussten nicht weiter.

Für Menschen, die straucheln, wurde der Wohlfahrtsstaat einst aufgebaut - ein Sicherheitsnetz, das Stürze vor dem ganz harten Aufschlag bremst, das verhindert, dass Leben zerbrechen. Dieses Netz, das Regierungen nach dem Zweiten Weltkrieg in ganz Europa spannten, gilt als einer der Gründe für die jahrzehntelange Stabilität auf dem Kontinent und in Großbritannien.

Typische englische Wohnhaussiedlung in einem Problembezirk in Nottingham
Thomas Victor

Typische englische Wohnhaussiedlung in einem Problembezirk in Nottingham

Mit der schrittweisen Einführung der Universal-Credit-Reform im Jahr 2012 durch die konservative Regierung unter David Cameron wurde das Leben für viele Betroffene jedoch schwerer, kritisiert Nigel Adams, der Tafeln in Nottingham gründete. Zwei der größten Probleme seien demnach: Verliert jemand seinen Job und stellt einen Antrag auf Sozialleistungen, gibt es die ersten Wochen kein Geld, und bleibt er einem Termin fern, wird das Geld gekürzt.

Kris und Stacy hatten mittlerweile auch Kaydn bekommen. Anfangs halfen noch Verwandte, doch bald leerten sich die Küchenregale. Kris sagte zu Stacy, sie solle das verbliebene Essen einfach den Kindern geben. "Ich selbst habe nichts gegessen", erzählt er. Drei Tage lang. Am vierten, auf einem Parkplatz, wurde ihm erst schwarz vor Augen, dann schlug er bewusstlos auf dem Asphalt auf. Eine Tafel half.

Nigel Adams weiß, was Hunger mit Menschen machen kann, er kennt Hunderte ähnliche Geschichten wie die von Kris Thomas. Auf Dauer verlören Hungernde ihre Hoffnung. Fehle Zuspruch, stürzten viele in die Depression, gäben nicht mehr auf sich und ihre Wohnung acht, zahlten irgendwann keine Miete mehr und landeten auf der Straße, schlimmstenfalls in der Drogenszene. Vor allem junge Männer seien gefährdet.

Nigel Adams hat die Tafeln in Nottingham mitgegründet
Thomas Victor

Nigel Adams hat die Tafeln in Nottingham mitgegründet

Adams weiß das, weil auch er 2008 eine folgenreiche Entscheidung traf. Ein paar Jahre zuvor hatte er bei einer Baufirma angefangen, wurde stetig befördert und hatte schließlich dreißig Leute unter sich. Doch als die Inhaber begannen, Mitarbeiter unter Druck zu setzen, um in kürzerer Zeit höhere Gewinne zu erzielen, kündigte er - auch weil er schon seit seiner Jugend der Kirche dienen wollte, und zwar nicht von irgendeiner Kanzel herab, sondern auf der Straße, inmitten der Menschen, die Hilfe brauchten.

Er organisierte eine kleine Suppenküche und Tafel in Nottingham. Anfangs seien bloß die immer gleichen zehn obdachlosen Alkoholiker zu ihm gekommen, erzählt Adams. Doch mit der Regierungsübernahme der Konservativen 2010 sei etwas ins Rutschen geraten. Die Tories hätten den Grundgedanken des Sozialsystems verändert, Solidarität durch Misstrauen ersetzt. Nicht mehr unterstützen und fördern wollten sie die Armen, sondern fordern und nötigenfalls strafen - als seien die Menschen Diebe, die sich an der Gesellschaft vergingen.

Die Regierung übergab den sogenannten Social Fund an die Kommunen. Die jedoch waren bald damit überfordert und schickten die Menschen immer häufiger zu Adams. Es ist der Kreislauf, den Experten immer wieder kritisieren: Die Tafeln springen ein, der Staat zieht sich aus seiner Verantwortung zurück.

Mitarbeiterin in einer Foodbank
Thomas Victor

Mitarbeiterin in einer Foodbank

Vierzehn Tafeln betreibt Adams mittlerweile allein in Nottingham. Vergangenes Jahr verteilte er laut eigener Angabe 14.000 Lebensmittelpakete, tausend mehr als im Jahr davor, in dem es schon tausend mehr als 2016 gewesen waren. Landesweit waren es allein bei den Tafeln des größten Anbieters Trussell Trust mehr als 1,6 Millionen Essensrationen für jeweils drei Tage. Kris Thomas sieht zu, dass er und seine Familie eine Woche mit einer Ration durchkommen.

Tim Lang, Professor an der University of London, forscht zu Armut und Hunger in Großbritannien. Er gründete das Center for Food Policy, schrieb 18 Bücher und mehr als hundert wissenschaftliche Studien. Er sagt, als er 1981 anfing, sei die Situation in seinem Land besser gewesen. Was sich heute abspiele, erinnere ihn an Zustände des Mittelalters, nicht nur wegen der Kirchenspeisungen, sondern vor allem, weil arme Menschen im Durchschnitt sieben Jahre früher sterben als reiche, außerdem sind sie in ihrer Lebensspanne 17 Jahre mehr krank.

Diese Lücke zwischen den Lebenserwartungen von Armen und Reichen sei das Ergebnis der konservativen Politik. Und seit zehn Jahren wächst diese Lücke. Für Tim Lang ist das eine Katastrophe. Kris und Stacy kämpfen jeden Tag mit ihr.

Ein Polizist vertreibt einen Mann aus der Einkaufsstraße
Thomas Victor

Ein Polizist vertreibt einen Mann aus der Einkaufsstraße

Unter dem Universal-Credit-Programm bekam die Familie von Kris Thomas die ersten fünf Wochen kein Geld. Sie überbrückten die Zeit mit einem Kredit, verpassten dann einen Jobcenter-Termin, von dem sie nichts wussten, weil er online mitgeteilt wurde, ihnen aber das Geld für Internet fehlt. Das Jobcenter strich ihnen darauf 40 Prozent der Unterstützung.

480 Pfund bekam die Familie diesen Monat für Essen, Strom und Miete, erzählt Thomas. Die Armutsgrenze der britischen Social Metrics Commission liegt für eine Familie mit zwei Kindern bei 353 Pfund wöchentlich, also bei rund 1400 Pfund im Monat. Ohne Tafel hätte die Familie keine Chance.

Lange verheimlichten sie ihre Situation vor den Kindern, bis es so offensichtlich wurde, dass selbst eine Lehrerin von Kaydn auf Kris Thomas zukam und fragte, ob sie für den Jungen Schuhe kaufen dürfe.

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Tafeln in Großbritannien: Der Hunger kehrt auf die Insel zurück

Arbeiten und für seine Familie zu sorgen, war Thomas' Stolz. Arbeit hat er keine mehr, und nun nagt an ihm auch das Gefühl, beim Sorgetragen zu versagen. "Ich habe Angst, meine Kinder nicht beschützen zu können", sagt er. Vor allem den achtjährigen Kaydn.

Der Junge hat Schwierigkeiten in der Schule. Er neidet den anderen Kindern die Klamotten und Spielzeuge, vor Kurzem hat er angefangen zu klauen. Thomas sieht seinen Sohn einen Weg einschlagen, an dessen Ende Knast und Tod stehen. Er hat das schon oft gesehen, in seinem persönlichen Umfeld und in seinem Viertel.

Passant im Zentrum von Nottingham
Thomas Victor

Passant im Zentrum von Nottingham

Philip Alston ist Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für extreme Armut. Jährlich wählt er nur zwei Länder aus, die er besucht. Vergangenes Jahr reiste er zwei Wochen durch Großbritannien, sprach mit Sozialarbeitern, Lehrern und Frauen, die sich aus ihrer Not heraus prostituieren. In seinem Abschlussbericht warnt er davor, wo der derzeitige Kurs hinführt, lieh sich dafür die Worte des britischen Philosophen Thomas Hobbes. Der schrieb über das Leben in einer Gesellschaft ohne funktionierenden Gesellschaftsvertrag: "Das menschliche Leben ist einsam, armselig, ekelhaft, tierisch und kurz."

Dabei, sagt Alston, hätte es nach dem Bankencrash 2008 durchaus Alternativen gegeben: Großbritannien hätte, anstatt zu sparen, ins eigene Land investieren können. Alston kommt es vor wie ein riesiger Laborversuch, so unnachgiebig seien die Sparprogramme durchgepeitscht worden. Und wie im Labor lassen sich Ursache und Wirkung dieses millionenfachen Menschenversuchs sehr genau beobachten.

Die Verarmung befeuere den weiteren Aufstieg der extremen Rechten. Denn dahin würden sich die Menschen wenden, wenn sie keine anderen Optionen sehen, sagt Alston.

Zentraler Platz in Nottingham, der Old Market Square
Thomas Victor

Zentraler Platz in Nottingham, der Old Market Square

Auch Kris Thomas vertraut schon lange keinem Politiker mehr, geht zu keiner Wahl. Er sei zwar kein Rassist, sagt er, aber die Ausländer bekämen zu viel Geld, und deshalb ist er für den Brexit. Tatsächlich legen Veröffentlichungen nahe, dass Armut und Ungleichheit ein wichtiger Faktor im Brexit-Referendum gewesen sein könnten.

Dabei könnten Männer wie Thomas die großen Verlierer des Brexits werden. Der Absturz des britischen Pfunds infolge des Austrittsreferendums hat nach Angaben von Philip Alston schon jetzt die Lebenshaltungskosten für arme Menschen um jährlich 400 Pfund erhöht. Autokonzerne wie Ford, Nissan und Jaguar wollen auch wegen der Brexit-Unsicherheiten ihre Produktion zum Teil in andere Länder verlagern.

Tausende Menschen werden wohl ihre Jobs verlieren.

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karov 21.05.2019
1. Das überbewertet Pfund hat die Produktion zu Grunde gerichtet
Ganze Bevölkerungsschichten werden durch das Übergewicht der Finanzindustrie marginalisiert. Nachdem Brexit könnte die Party dort vorbei sein, so dass man wieder auf Menschen wie Kris Thomas zurückgreifen muss.
Krokodilstreichler 21.05.2019
2. Brexit kein Wunder
Kein Wunder, dass die Briten die EU verlassen wollen, wenn man bedenkt, wie sehr der Neoliberalismus hier große Teile der Bevölkerung in die Armut drängt.
Tante_Frieda 21.05.2019
3. Übertragen
Auf Deutschland übertragen könnte man sagen:FDP und Wirtschaftsflügel der Union kontern den Vorwurf,es gebe Armut,mit schlichten Sprüchen wie "Uns ging es noch nie so gut wie heute" oder "Wer sich anstrengt,bringt es auch zu was".Und Parteien von Rechtsaußen freuen sich angesichts der Ungerechtigkeiten über neue Kundschaft,denen sie das Blaue vom Himmel versprechen,das sie - natürlich - niemals einzuhalten gedenken...
brux 21.05.2019
4. Der Fluch der Beispiele
GB hat faktisch Vollbeschäftigung. Es gibt Jobs. Ich will das Schicksal des Mannes nicht beurteilen, aber einiges reimt sich nicht. Wenn das Kind im Krankenhaus ist, muss man nicht der Arbeit fernbleiben. Man kann Urlaub nehmen und sich mit dem Partner abwechseln. Und man muss auch kein internet haben um täglich seine emails zu lesen. Rs gibt in GB öffentliche Hotspots, die gratis sind. Man kann auch ein Café besuchen und bei einer Tasse Tee sein Leben organisieren. Das heisst nicht, dass in GB kein rauhes soziales Klima herrscht (übrigens will es eine Mehrheit der Wähler seit mehr als 40 Jahren so), aber mit den Beispielen muss man vorsichtig sein.
missourians 21.05.2019
5. Unglaublich!
Für banken und Firmen sind unermässliche Geldmengen da, die Bürgerschaft wird sich dagegen selbst überlassen! Wenn eine Privatperson Geld von den Banken möchte, muss sie sich offenbaren und alles offen legen um zu zeigen dass sie Kreditwürdig sind und sicher das Geld zurück zahlen können. Banken gehen vorsätzlich, durch eingenverschulden schier bankrott und bekommen eine halbe Billionen unkontrolliert vom Staat überwiesen! Wow! Ich bin mir sicher, in Deutshcland ist es nicht sehr viel besser, nur bekommt man es nicht so mit. Sich ist das auch so gewollt. Warren Buffett: "Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen" Herr Buffett scheint recht behalten zu haben!
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