Amt des Premierministers Diese Kandidaten wollen Theresa May beerben

Einstige Weltmacht, derzeit mit EU-Austritt beschäftigt, sucht konservativen Regierungschef: Die Bewerber um Theresa Mays Nachfolge stehen nun offiziell fest. Der Überblick.

Hannah McKay/ Francois Lenoir/ Mandel Ngan/ Jeff Overs/ BBC/ REUTERS

Ihr Amt als Tory-Parteichefin hat Theresa May bereits abgegeben, bis Ende Juli will sie auch als Premierministerin abtreten. Nicht viel Zeit für ihre möglichen Nachfolger, um sich zu positionieren. Die britischen Konservativen pflegen einen offenen aber eben auch intensiven Kampf um die Macht in den eigenen Reihen.

Jetzt steht fest: Zehn britische Politikerinnen und Politiker kandidieren für Mays Posten an der Parteispitze - und damit auch für das Amt des Regierungschefs. Sie alle gaben bis Montagabend ihre Bewerbung ab und konnten zugleich die erforderliche Zahl von mindestens acht Unterstützern aus der Tory-Fraktion im Unterhaus vorweisen.

In den kommenden Wochen wählen die Abgeordneten der Konservativen in mehreren Abstimmungsrunden zwei Kandidaten aus. Los geht es an diesem Donnerstag. Später soll die Basis über den endgültigen Gewinner entscheiden. Bei der vergangenen Wahl kam es jedoch gar nicht soweit. Noch vor der Urwahl stand 2016 Theresa May als Siegerin fest. Ihre letzte verbliebene Kontrahentin Andrea Leadsom hatte vorzeitig zurückgezogen. Nun tritt sie erneut an.

Unter den Kandidaten finden sich moderate Vermittler, die für einen möglichst sanften EU-Austritt plädieren, aber auch Befürworter eines harten Brexits. Als Topfavorit gilt Ex-Außenminister Boris Johnson. Der Hardliner ist besonders an der Basis beliebt, innerhalb der Fraktion jedoch sehr umstritten.

Der einzige Kandidat, der ein zweites Brexit-Referendum forderte, ist hingegen nicht mehr im Rennen. Sam Gyimah gestand am Montag, er habe nicht genügend Unterstützer hinter sich versammeln können.

Wer erhebt Ansprüche auf das Amt des Premierministers? Der Überblick:

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Kandidaten der Konservativen: Wer wird Premierminister?

ire/AFP



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fradu-koeln 10.06.2019
1.
Wenn man dieses Personaltableau betrachtet, gibt es nur einen logischen Schluss. Finis Britanniae.
k.ockenga 10.06.2019
2. Die Insel in der See der Lügen oder der Seligen.
Damit ist auch die 2. und letzte Chance passe. Bleibt zuletzt nur noch ein Verirrter unter mehreren übrig. Alle wollen wie die Lemminge ins Verderben. Typisch für Insulaner, die immer glauben, sie wären allein auf einer Insel der Seligen. Das hätte man doch vor bald 3 Jahren schon wesentlich früher haben können. Warum hat die EU sie daran gehindert? Vermutlich ist die Queen mit ihrer Ablehnung des Brexit und ihrer Altersweisheit die herausragendste britische Persönlichkeit, die noch die Übersicht hat. Trump wird ihnen zum Dank den für ihn besten Handelsvertrag diktieren. Man spielt nicht vabanque mit einem ganzen Land. Und das alle für und von den sagenhaften Eliten von Eton, Cambridge und Oxford. Deren Licht wird so vermutlich zu einer Sargfackel.
haarer.15 10.06.2019
3. Kandidaten-Reigen
Ich prophezeie, dass keiner der Kandidaten sehr viel anders mit dem Brexit umgehen wird als Theresa May. Die wollte einen moderaten Austritt per Vertrag. Und die Ansage seitens der EU war klar. Jetzt aber ist anzunehmen, dass mit diesen Kandidaten, wer auch immer, der harte Brexit tatsächlich kommt. Politische Realität - und so auch gewollt. Zieht es dann aber zügig über die Bühne ! Lavieren bringt nichts mehr.
shardan 10.06.2019
4. Ich bin gespannt
Da bin ich aber mal gespannt.... Boris "Little Trump" Johnson? Realsatire in Höchstform. Der Rest? Eher fraglich. Wenn die Tories einen anderen wählen, verlieren sie die Macht. Wird es Boris, verlieren sie alles. Das wird dann ein harter Brexit, andernfalls ist Boris bei seinen Anhängern unglaubwürdig. Ich hoffe sehr, dass die EU das bestehende Programm zum Brexit dieses mal durchzieht. Ich befürchte allerdings, dass die EU auch im Jahr 2731 noch einer Verlängerung des Elends zustimmt...
tkosi 10.06.2019
5. machen das vereinigte Königreich wieder groß
Hat Boris Johnson, der es wohl werden wird, es schon so ähnlich gesagt?? Naja So ein Trump Clone direkt vor den Toren Europas, der quasi die gesamte Nordsee ...und u.U. mehr (Gibralta und so) kontrollieren kann. ist evt. ganz praktisch....für eine seiner Ex-Kolonien.
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