Iran Großbritannien will Botschaft in Teheran wieder öffnen

Fast vier Jahre lang war die britische Botschaft in Teheran geschlossen. Am kommenden Wochenende will Außenminister Hammond sie laut diplomatischen Quellen wieder in Betrieb nehmen.

Britischer Außenminister Hammond: Reist am Wochenende nach Iran
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Britischer Außenminister Hammond: Reist am Wochenende nach Iran


Was bereits vor einem Jahr im Gespräch war, wird am kommenden Wochenende offenbar umgesetzt: Großbritanniens Außenminister Philip Hammond wird nach Teheran reisen, um dort die Botschaft wieder zu eröffnen. Das meldet die britische Zeitung "Guardian", und die Nachrichtenagentur Reuters zitiert entsprechende Aussagen eines Diplomaten des United Kingdom

Großbritannien hatte seine Botschaft in Teheran 2011 geschlossen, nachdem Anhänger des damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad sie gestürmt hatten. London warf der iranischen Regierung damals vor, die Botschaft nicht ausreichend zu schützen.

Bereits im Juni vergangenen Jahres stand die Eröffnung kurz bevor: Angesichts der Krise im Irak hatte der damalige Außenminister William Hague it seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif darüber verhandelt. Damals hieß es, "eine Reihe praktischer Fragen" seien noch zu klären.

Die Beziehungen entspannten sich bereits nach der Wahl von Hassan Rohani zum neuen Präsidenten. Großbritannien und Iran benannten daraufhin Diplomaten, die zunächst von ihren Heimatländern aus arbeiteten. Nun soll auch die iranische Botschaft in London wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Das Verhältnis zwischen Iran und dem Westen hat sich ebenfalls verbessert: Mitte Juli hatten die fünf Uno-Vetomächte und Deutschland mit dem Land auf ein Atomabkommen geeinigt. Teheran verpflichtet sich darin zu tiefgreifenden Einschnitten bei der Urananreicherung und akzeptiert internationale Kontrollen. Im Gegenzug sollen die Sanktionen gegen Iran aufgehoben werden.

vek/Reuters

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