Flug nach Kasachstan USA entlassen fünf Häftlinge aus Guantanamo

Mehr als zehn Jahre lang saßen fünf Männer aus Tunesien und dem Jemen im Gefangenenlager Guantanamo ein. Jetzt wurden sie entlassen und nach Kasachstan geflogen.

Gefangenenlager Guantanamo (Archiv): US-Regierung will weitere Häftlinge entlassen
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Gefangenenlager Guantanamo (Archiv): US-Regierung will weitere Häftlinge entlassen


Washington - Die USA haben fünf weitere Männer aus dem Militärgefängnis Guantanamo auf Kuba freigelassen. Die Häftlinge wurden mit einer Militärmaschine nach Kasachstan ausgeflogen, wie das Verteidigungsministerium am späten Dienstagabend in Washington mitteilte. Damit werden noch 127 Terrorverdächtige in dem Lager festgehalten.

Die fünf Männer stammten ursprünglich aus Tunesien und dem Jemen. Mehr als zehn Jahre waren sie in Guantanamo inhaftiert. Nach längeren Verhandlungen mit der Regierung von Kasachstan habe sich das vorwiegend muslimisch geprägte Land zur Aufnahme der Häftlinge bereiterklärt, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter. In den kommenden Wochen sei mit der Freilassung weiterer Guantanamo-Häftlinge zu rechnen.

Obama will Versprechen einlösen

Mit der Ausreise der fünf Männer treibt die US-Regierung ihr Vorhaben voran, das international umstrittene Gefängnis zu schließen. US-Präsident Barack Obama bemüht sich seit seinem Amtsantritt im Januar 2009, das international kritisierte Gefangenenlager zu schließen. Der Präsident stößt mit seinen Plänen aber in Parlament, Justiz und Öffentlichkeit auf heftigen Widerstand.

Das Gefangenenlager Guantanamo Bay befindet sich auf dem gleichnamigen US-Militärstützpunkt auf Kuba. Dort werden seit den Anschlägen vom 11. September 2001 Terrorverdächtige aus verschiedenen Staaten festgehalten. Obama hatte bei seinem Amtsantritt vor sechs Jahren versprochen, das Lager zu schließen.

In einem CNN-Interview hatte Obama Mitte Dezember gesagt, er werde alles daran setzen, das Versprechen einzulösen. Guantanamo sei mit den Werten der USA unvereinbar und extrem teuer. Jeder Häftling verursache Kosten in Millionenhöhe. Zudem wiegele die Existenz des Lagers Dschihadisten und Extremisten weltweit auf.

nik/afp/reuters



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wallapy 31.12.2014
1. Kasachstan
habe sich das vorwiegend muslimisch geprägte Land zur Aufnahme der Häftlinge bereiterklärt, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter. Ha Ha die USA sind ja so was von hilflos mit ihren Guantanamo Gefangenen und Kasachstan will/darf/muss sie nun aufnehmen, eigentlich sollte man die eint oder andere Bush oder Blair Villa räumen dort könnten sie dann Wohnen.
Badischer Revoluzzer 31.12.2014
2. Irgendwann wird dieses
Lager einmal geschlossen werden. Danach sollte man es ähnlich wie die KZ aus der Nazizeit in Gedenkstätten verwandeln. Unrecht bleibt Unrecht.
Pfaffenwinkel 31.12.2014
3. Guantanamo
wird noch in Jahrzehnten als Schande der USA gelten - so wie der Vietnam- und der Irak-Krieg.
raederdieter 31.12.2014
4. Guantanamo
Was sagt unsere Merkel dazu ( sie geniest und schweigt ) sie darf nur gegen andere Länder hetzen (Befehl von ganz oben Obama USA ) die dürfen alles morden plündern töten und Merkel schaut zu na ja solange ihr Konto stimmt ist die Welt in Ordnung
Andreas_// 31.12.2014
5. Ja klar ...
Die Schließung wird "vorangetrieben" ... Lacht da etwa jemand?
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