Guerilla-Krieg im Irak Bush erwägt Einsatz weiterer Nationalgardisten

Für den Einsatz im Irak bezahlen die Vereinigten Staaten fast täglich Blutzoll. Nun sollen bis zum Winter offenbar bis zu 10.000 weitere Soldaten der Nationalgarde zur Befriedung der Region eingesetzt werden.

New York - Die Nationalgardisten sollen die US-Truppen verstärken und den Mangel an Truppen verbündeter Staaten ausgleichen, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Wegen der internationalen Einsätze in Staaten wie dem Irak oder Afghanistan sei die Personaldecke des US-Militärs sehr dünn geworden. Dies sei in drei Jahrzehnten noch nie so stark der Fall gewesen, zitierte das Blatt einen Vertreter des Verteidigungsministeriums.

Ein Mitarbeiter des Ministeriums habe erklärt, wohl noch in dieser Woche werde Verteidigungsminister Donald Rumsfeld einen Plan zum Austausch von Truppen im Irak unterzeichnen. Die Nationalgardisten würden zunächst zwei oder drei Monate ausgebildet und nicht vor März oder April in den Golfstaat entsandt. Inklusive des Trainings könne ihr Einsatz zwölf bis 16 Monate dauern.

Die USA haben derzeit rund 146.000 Soldaten im Irak stationiert. Beinahe täglich werden amerikanische Soldaten bei Angriffen getötet. Der Einsatz kostet nach offiziellen Angaben jeden Monat knapp vier Milliarden Dollar.

Wegen der angespannten Sicherheitslage und der hohen Kosten sind in den USA Forderungen laut geworden, die Regierung solle sich bei ihren Verbündeten, darunter auch Kriegsgegner Deutschland, um Unterstützung im Irak bemühen. Die Bundesregierung lehnt einen deutschen Militärbeitrag in dem Land bislang ab.

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