Guinea-Bissau Kofi Annan verurteilt Militärputsch

Uno-Generalsekretär Kofi Annan hat den Militärputsch im westafrikanischen Staat Guinea-Bissau verurteilt. Es müsse alles getan werden, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten.


Verurteilt den Putsch: Kofi Annan
AP

Verurteilt den Putsch: Kofi Annan

Lissabon - Der Umsturz in der ehemaligen portugiesischen Kolonie wurde in Nigeria scharf verurteilt. Die Regierung in Lissabon äußerte ihr Bedauern über die Entwicklung.

Zum neuen Machthaber in Guinea-Bissau erklärte sich Generalstabschef Verissimo Correia Seabre. Präsident Kumba Yala wurde verhaftet. Seine Wahl im Jahr 1999 war Teil eines Abkommens zur Beilegung von Unruhen, bei denen mehr als 2000 Menschen ums Leben kamen.

Guinea-Bissau gehört mit seiner Bevölkerung von einer Million Menschen zu den ärmsten Ländern der Welt; das durchschnittliche Prokopfeinkommen beträgt 180 Dollar im Jahr. Seabre erklärte im Rundfunk, er werde die Regierung übernehmen, bis allgemeine Wahlen möglich seien. Nach Informationen aus der Hauptstadt Bissau verlief der Umsturz weitgehend ohne Gewalt.



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