Angebliche Kollaboration mit Israel Hamas verhängt sechs Todesurteile

Drei Verurteilte sollen erschossen und drei weitere erhängt werden: Die Hamas hat fünf Männer und eine Frau zum Tode verurteilt. Sie sollen mit Israel zusammengearbeitet haben.
Hamas-Kämpfer

Hamas-Kämpfer

Foto: SUHAIB SALEM/ REUTERS

Der Vorwurf lautet "Kollaboration mit der Besatzungsmacht": Ein Gericht der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen hat sechs Palästinenser zum Tode verurteilt, weil sie mit Israel zusammengearbeitet haben sollen.

Ob die fünf Männer und eine Frau bei einer kürzlich gescheiterten Geheimoperation der israelischen Armee geholfen haben sollen, wollte das Innenministerium in Gaza nicht sagen. Ebenso nicht, was die Männer genau getan haben sollen.

Drei der Verurteilten sollen erschossen werden, drei erhängt. Wann die Urteile vollstreckt werden sollen, war zunächst unklar. Die Männer und die Frau seien zwischen 26 und 55 Jahre alt, hieß es. Darüber hinaus wurden sieben Palästinenser wegen Kollaboration zu 6 bis 15 Jahren Haft und Zwangsarbeit verurteilt.

Drei Tage Gewalt

In November war eine verdeckte israelische Einheit von militanten Hamas-Kämpfern im Gazastreifen enttarnt worden, es kam zu einem heftigen Feuergefecht. Anschließend schossen militante Palästinenser Hunderte Raketen nach Israel. Die israelische Luftwaffe flog Angriffe auf militärische Ziele. Die Auseinandersetzung dauerte drei Tage an.

Kurz darauf nahm die Hamas nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei mutmaßliche Kollaborateure fest. Die Palästinenser sollen der israelischen Einheit dabei geholfen haben, in das Küstengebiet einzudringen, wie es hieß.

Die Hamas richtet immer wieder Palästinenser hin, die sie der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt. Der jüdische Staat, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hat sich die Zerstörung Israels als Ziel gesetzt.

dop/dpa
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