Handelsstreit China warnt vor Reisen in die USA

Nächste Runde im Streit zwischen Peking und Washington: Erst riet China von einem Studium in den Vereinigten Staaten ab, jetzt wird wegen drohender Gewalt vor Reisen in die USA gewarnt.

Chinesische Touristen vor dem Kapitol in Washington
Robert Alexander/ Getty Images

Chinesische Touristen vor dem Kapitol in Washington


Einen Tag nach der Warnung vor einem Studium in den USA hat die Regierung in Peking nach Angaben von Staatsmedien auch eine Reisewarnung für die Vereinigten Staaten ausgesprochen. Chinesische Touristen werden darin demnach auf die Gefahren von Waffengewalt, Raub und andere Bedrohungen in den USA hingewiesen.

Chinesische Bürger und Unternehmen in den USA sollten die Vorkehrungen für ihre Sicherheit erhöhen. Auch müssten Chinesen mit Schikanen durch US-Behörden rechnen.

Am Montag hatte die Regierung in Peking Einheimische bereits vor einem Studium in den Vereinigten Staaten gewarnt. Seit Kurzem hätten chinesische Studierende immer wieder Probleme mit der Aufenthaltsdauer oder bei der Beantragung von Visa gehabt, so die Behörde. Das betreffe sowohl chinesische Studierende, die in die USA einreisen wollen als auch solche, die bereits dort studieren.

Die Beziehungen sind unter anderem wegen des seit Monaten anhaltenden Handelsstreits zwischen den beiden Ländern angespannt. US-Präsident Donald Trump hatte vor rund einem Jahr einen Handelsstreit mit China begonnen. Die beiden weltgrößten Wirtschaftsmächte überziehen sich seither mit immer neuen Strafzöllen und Vorwürfen.

als/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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bernteone 04.06.2019
1. Nach Trump seiner Meinung
ist ja so ein Handelskrieg schnell und leicht zu gewinnen . Mittlerweile geht der Streit nun schon 1 Jahr und en Ende ist nicht in Sicht . Also mit schnell war schon mal nichts mal abwarten ob es leicht für die USA wird . Wie auch immer nachgeben wird Trump wohl nicht , vielleicht merken die Amerikaner noch vor der nächsten Wahl was sie da gewählt haben .
graf koks 04.06.2019
2. verständlich
Ich werde auch vorläufig einen Bogen um die USA machen. Allein, wofür man neuerdings für das Visum seine Kontakte in Social Media sowie seine Nicknamen angeben muss, lässt böses ahnen.
noisehammer 04.06.2019
3. So ein geschwätz
Ich war die letzten beiden Jahre jeweils 2 Wochen in den USA in unterschiedlichen Metropolen und habe von Bedrohungen nichts gemerkt, weder mir gegenüber noch gegenüber chinesischen Personen. Im Gegenteil. Ich kenne die Statistik nicht, aber wieso sollte jetzt jemand sauer auf chinesische Menschen werden. Als ob die amerikanischen Bürger nichts besser zutun hätten. Vielleicht in irgend einem Kaff auf dem Land eher ja
CorpRaider 04.06.2019
4.
Zitat von noisehammerIch war die letzten beiden Jahre jeweils 2 Wochen in den USA in unterschiedlichen Metropolen und habe von Bedrohungen nichts gemerkt, weder mir gegenüber noch gegenüber chinesischen Personen. Im Gegenteil. Ich kenne die Statistik nicht, aber wieso sollte jetzt jemand sauer auf chinesische Menschen werden. Als ob die amerikanischen Bürger nichts besser zutun hätten. Vielleicht in irgend einem Kaff auf dem Land eher ja
Darum geht es den Chinesen ja auch nicht. Die KP will sicherstellen, dass möglichst wenige Touristen aus China in die USA reisen. Gut möglich, dass USA-Reisen sich bald auch negativ auf die vergebenen Sozialpunkte auswirken. Es handelt sich eben um einen Handelskrieg, da wird versucht so gut wie alles als Druckmittel heranzuziehen. Beiden Seiten werden sich so lange gegenseitig Druck machen, bis eine Seite nachgeben muss und man zu einem Abkommen kommt.
edsize 04.06.2019
5. Social Scoring lässt grüßen
Während man in der "freien" Welt nach solchen Aufrufen immer noch selbst entscheiden kann was man den tut, ist das in einem Land das mit Social Scoring die Gesellschaft "verbessern" möchte evtl. anders. Und da weder massenhaft Amerikaner in China studieren wollen bzw. dort Urlaub machen wollen haben die USA kein Gegeninstrument. Die Umsätze die chinesische Touristen in US Outlets tätigen sind beachtlich. Evtl. sollte man Trump mal empfehlen so ganz diplomatisch mit den Chinesen eine Lösung zu finden.
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