Handelsstreit Indien erhebt Strafzölle auf US-Waren

Vergeltung im Handelsstreit: Indien hebt die Einfuhrabgaben von 28 Produkten aus den USA an. Das Land reagiert damit auf Strafzölle, die Donald Trump verhängt hat.
Hafen von Mumbai in Indien

Hafen von Mumbai in Indien

Foto: Shailesh Andrade/REUTERS

Im Handelsstreit mit den USA holt Indien zum Gegenschlag aus. Wie aus einer Mitteilung der Regierung vom Samstag hervorgeht, hebt das Land die Zölle auf 28 US-Produkte an - darunter Mandeln, Walnüsse und Äpfel. Die Abgaben sollen bereits ab Sonntag gelten.

Seit 5. Juni sind Indien die bislang geltenden Sondervergünstigungen im Handel mit den USA durch Präsident Donald Trump gestrichen worden. Dem Land gehen damit Vergünstigungen für einen zollfreien Export von Produkten im Wert von 5,6 Milliarden Dollar in die Vereinigten Staaten verloren. Trump hatte Indien angesichts eines Handelsdefizits wiederholt wegen hoher Importzölle kritisiert.

Das asiatische Schwellenland ist der größte ausländische Käufer von amerikanischen Mandeln. 2018 überwies es für die Importe der begehrten Nuss rund 543 Millionen Dollar in die USA, wie aus Daten des Handelsministeriums in Washington hervorgeht. Das entspricht mehr als der Hälfte der US-Mandelexporte.

Indien ist zugleich der zweitgrößte Importeur von Äpfeln aus den Vereinigten Staaten. Die Einfuhren summierten sich im vergangenen Jahr auf einen Wert von gut 142 Millionen Dollar.

cbu/Reuters