Britischer EU-Austritt Harter Brexit wäre für May "kein Weltuntergang"

Was passiert, wenn sich die Briten mit der EU nicht auf einen geordneten Brexit einigen können? Premierministerin May gibt sich in dieser Frage betont entspannt.
Theresa May

Theresa May

Foto: Pablo Martinez Monsivais/ AP

Die britische Premierministerin Theresa May hat keine großen Sorgen bei einem ungeordneten Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union. Sollte es nicht gelingen, eine Vereinbarung über die Beziehungen zur EU nach dem Brexit zu erzielen, wäre das zwar kein "Spaziergang im Park" - aber auch "kein Weltuntergang", sagte sie dem Sender Sky News.

Das Vereinigte Königreich verlässt die EU nach derzeitigem Stand am 29. März 2019. Ob es überhaupt zu einer Einigung mit der EU kommt oder es tatsächlich einen ungeregelten Brexit gibt, ist derzeit offen.

May äußerte sich damit wesentlich entspannter als zuletzt ihr Finanzminister Philip Hammond. Der hatte in der vergangenen Woche gewarnt, dass ein ungeordneter Brexit die britischen Staatsfinanzen stark belasten dürfte. Hammond habe sich dabei auf veraltete Prognosen gestützt, sagte May.

Der Finanzminister hatte erklärt, ein Brexit ohne Nachfolgeabkommen könne dazu führen, dass die Verschuldung in den kommenden 15 Jahren um etwa 80 Milliarden Pfund (88,3 Milliarden Euro) höher ausfallen könnte, weil das Wachstum geringer ausfalle.

als/Reuters