Sturm "Harvey" US-Präsident trifft Flutopfer in Texas

Zum zweiten Mal besuchen Donald Trump und Ehefrau Melania die Flutgebiete in Texas. Diesmal sprechen sie auch mit den Opfern der Katastrophe.

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US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania haben sich in der vom Wirbelsturm "Harvey" verwüsteten Stadt Houston mit Flutopfern getroffen. Im NRG Stadion schüttelte der Präsident Hände, legte Betroffenen den Arm um die Schultern, plauderte mit Kindern, strich ihnen über die Haare und drückte einem kleinen Mädchen einen Kuss auf die Wange. Er und Melania halfen bei der Ausgabe von Essen.

Wiederholt posierte er auch für Selfies. Die Hilfsoperationen in Texas lobte er als ausgezeichnet und effizient. "Ich bin wirklich glücklich darüber, wie es läuft", sagte er.

Es war bereits Trumps zweiter Besuch im Katastrophengebiet. Seine erste Visite am Dienstag hatte jedoch ausschließlich der Organisation von Hilfsaktionen gegolten. Es gab keinerlei persönliche Kontakte mit Flutopfern.

Der Besuch vergangene Woche war umstritten: Zwar gehört es zum Pflichtprogramm für US-Präsidenten, Katastrophengebiete nach schweren Sturmfluten zu besuchen - doch Trump flog vergangene Woche auf dem Höhepunkt des Unglücks nach Houston.

Ebenfalls kritisiert wurde das Outfit der First Lady. Melania Trump reiste in Washington mit Stilettos los - und erntete dafür Spott und Unverständnis. Auch dieses Mal stieg sie auf hohen Schuhen an der Seite ihres Mannes in das Flugzeug. Doch an beiden Tagen wechselte sie auf dem Flug ihre Kleidung und verließ die Maschine in Sneakers und sportlicher Garderobe wieder.

Die Trumps wollen nach ihrem Besuch in Houston in das ebenfalls von "Harvey" betroffene Louisiana weiterreisen. Der Sturm hat mehr als eine Million Menschen obdachlos gemacht und verheerende Schäden verursacht.

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Sturm "Harvey": Houston vor und nach der Katastrophe

"Harvey" könnte nach ersten Schätzungen zur teuersten Naturkatastrophe in der Geschichte der USA werden. Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, erwartet allein weit mehr als 100 Milliarden Dollar an Kosten für die Nothilfe der Regierung in Washington. Für den Wiederaufbau hat Trump inzwischen erste Hilfszahlungen in Höhe von 7,85 Milliarden Dollar beantragt.

Derweil hat sich über dem Atlantik der nächste potenziell hochgefährliche Wirbelsturm zusammengebraut. "Irma" setzte nach Angaben des Hurrikan-Zentrums am Samstag ihren Weg in Richtung Kleine Antillen fort und könnte Anfang nächster Woche als mächtiger Hurrikan der vierthöchsten von fünf Stufen über sie hinwegfegen. Ob der Sturm danach Kurs auf die US-Küste nehmen wird, war aber noch unklar. Erste konkretere Aufschlüsse darüber erwarten Meteorologen Mitte kommender Woche.

kry/dpa

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