Heftige Kämpfe US-Armee tötet 97 Iraker

Im Irak sind erneut heftige Scharmützel zwischen amerikanischen Soldaten und Irakern aufgeflammt. Die US-Armee hat nach eigenen Angaben innerhalb weniger Stunden 97 Iraker bei den Gefechten getötet.


US-Soldaten im Irak: Immer wieder Scharmützel
AP

US-Soldaten im Irak: Immer wieder Scharmützel

Bagdad - Nach einem Angriff auf eine Panzerpatrouille im Irak hat die US-Armee nach eigenen Angaben 27 Iraker getötet. Die Patrouille sei am Freitag in der nördlich von Bagdad gelegenen Stadt Balad angegriffen worden. Die Panzer hätten zurückgefeuert und vier Iraker getötet. Anschließend seien die restlichen 23 Angreifer mit Unterstützung von Kampfhubschraubern verfolgt und getötet worden.

Zuvor hatten US-Einheiten bei einem Angriff auf ein als Ausbildungslager für Terroristen bezeichnetes Gelände nach eigenen Angaben mindestens 70 Menschen getötet. Ein Sprecher der US-Armee berichtete, der Einsatz in dem rund 150 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegenen Lager sei noch nicht beendet. Ein US-Soldat sei verletzt worden. Der Einsatz richte sich gegen Anhänger der Baath-Partei des gestürzten Präsidenten Saddam Hussein, paramilitärische Gruppen und "andere subversive Elemente".

Die US-Armee hatte am Donnerstagmorgen die Operation mit einem Luftangriff auf das Gelände begonnen. Seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen vor zwei Monaten hat es wiederholt Gefechte zwischen alliierten Soldaten und irakischen Kämpfern gegeben.

US-Militärs machen Anhänger Saddams für einer Reihe von Angriffen auf US-Truppen seit dem Sturz des Präsidenten vor zwei Monaten verantwortlich. Rund 40 US-Soldaten sind dabei getötet worden. Der laufende US-Einsatz gegen Saddam-Anhänger ist mit rund 4000 Soldaten die größte Operation seit dem Ende der Hauptkampfhandlungen.



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