Helmand Dutzende Zivilisten sterben bei Raketenangriff in Afghanistan

Die Rakete traf ein Dorf in der afghanischen Unruheprovinz Helmand: Bis zu 52 Zivilisten kamen der Regierung zufolge bei der Attacke ums Leben - der Nationale Sicherheitsrat untersucht den Fall.
Beim Raketenangriff verletzt: Ein Afghane besucht seinen Sohn im Krankenhaus

Beim Raketenangriff verletzt: Ein Afghane besucht seinen Sohn im Krankenhaus

Foto: HAMED ZALMY/ AFP

Kabul - Afghanistans Präsident Hamid Karzai hat bereits eine Untersuchung des folgenschweren Angriffs angeordnet: Bis zu 52 Zivilisten wurden bei einer Raketenattacke auf ein Dorf in der Unruheprovinz Helmand getötet. Der Angriff erfolgte bereits am Freitag, es habe sich um eine Rakete der Nato gehandelt, sagte Karzai.

In der Gegend kämpfen Soldaten der internationalen Nato-Truppe Isaf gegen radikal-islamische Taliban.

Nato-Sprecher Wayne Shanks sagte, er könne den Vorfall nicht bestätigen, es gebe keine Hinweise auf zivile Opfer durch eine fehlgeleitete Rakete.

Afghanistan

In kommen bei Kämpfen von afghanischen und internationalen Truppen mit Aufständischen immer wieder Zivilisten ums Leben. In Deutschland hatte zuletzt der von der Bundeswehr angeordnete Luftangriff nach der Entführung zweier Tanklastzüge am 4. September 2009 für heftige Diskussionen gesorgt. Bei dem Angriff waren bis zu 142 Menschen getötet worden, darunter auch Unbeteiligte. Auch die USA standen in der Vergangenheit wiederholt wegen Luftangriffen mit zivilen Opfern in der Kritik.

hen/AFP