Hetze gegen Israel Bundesregierung prüft Maßnahmen gegen Iran

Die Bundesregierung bemüht sich bei den Vereinten Nationen um Maßnahmen gegen den Iran. Die Uno soll damit auf die israelfeindlichen Äußerungen des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad reagieren. US-Präsident Bush nannte den Iran eine Bedrohung.


Berlin - "Wir sondieren Maßnahmen auf Ebene der Vereinten Nationen", sagte Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) der "Welt am Sonntag". Nötig sei auch ein gemeinsames Vorgehen der EU. "Wir fordern klare Worte der Europäischen Union".

Den Vorschlag des Grünen-Politikers Daniel Cohn-Bendit, den Iran von der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland auszuschließen, nannte de Maizière "eine interessante Idee". Darüber solle aber der Sport entscheiden.

US-Präsident George W. Bush bezeichnete den Iran am Freitag als Bedrohung. Er sei in Sorge wegen der Theokratie im Iran, sagte Buch dem Sender PBS. Den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nannte er einen "seltsamen Typ". Iran unterstütze auch die militante Gruppe Hisbollah, die den Nahost-Friedensprozess torpediere, so Bush weiter.

Irans Präsident hatte am Mittwoch erneut den Holocaust an den Juden Europas geleugnet und diesen als "Mythos" bezeichnet. Er hatte zudem seine Forderung wiederholt, den Staat Israel aufzulösen und den Bewohnern ein Staatsgebiet in Europa oder Nordamerika zuzuweisen.



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