Hilfsorganisationen "Die Menschen essen Mehl"

Wegen der angespannten Versorgungslage der Menschen kritisieren Hilfsorganisationen die Sperrung der irakischen Stadt Falludscha.


Bagdad - "Es gibt kein Wasser, keine Lebensmittel, keine Medikamente, keinen Strom und keinen Treibstoff", sagte Fardus al-Ubaidi, Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Roter Halbmond im Irak. Die irakische Regierung habe bisher Anträge abgelehnt, Hilfsgüter an die Bevölkerung in der Stadt liefern zu dürfen. Die Helfer mussten im Umland der Stadt bleiben.

Nach Angaben al-Ubaidis soll am Samstag der Versuch gestartet werden, einen Konvoi mit drei Krankenwagen und einen Lkw mit Lebensmitteln in die Stadt zu senden. "Ich weiß, dass es zu riskant ist aber die Kinder in Falludscha sterben und die Menschen essen Mehl", sagte al-Ubaidi der Nachrichtenagentur AP.

Viele der 200.000 bis 300.000 Einwohner haben vor der Offensive am vergangenen Montag die Stadt verlassen. Nach US-Schätzungen befinden sich 12000 bis 3000 Rebellen in der Stadt. Alle Straßen und Brücken, die aus der Stadt herausführen sind verriegelt, um Kämpfer vor einer Flucht zu hindern. Nur wenige Einwohner schafften es, die Sperren zu durchbrechen.

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