Clintons E-Mail-Affäre US-Außenministerium nimmt Untersuchung wieder auf

Das Justizministerium hat in der E-Mail-Affäre auf eine Anklage gegen Hillary Clinton verzichtet. Jetzt kündigt allerdings das US-Außenministerium an, seine interne Prüfung fortzusetzen.

Hillary Clinton
AP

Hillary Clinton


Das US-Justizministerium habe seine Prüfung abgeschlossen - deshalb könne nun die eigene interne Untersuchung wieder aufgenommen werden: Mit diesen Worten hat der Sprecher des US-Außenministeriums angekündigt, dass sich die Behörde wieder mit der E-Mail-Affäre von Hillary Clinton befassen wird.

Einzelheiten über die Untersuchung nannte Sprecher John Kirby nicht. Er sagte aber übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge, sie solle "so schnell wie möglich" abgeschlossen werden. Das Ministerium werde sich dabei allerdings "keine künstlichen Fristen" setzen.

Die ehemalige Außenministerin Clinton hatte von 2009 bis 2013 private Server für ihren dienstlichen E-Mail-Verkehr genutzt. Eine im April abgeschlossene Untersuchung des Außenministeriums stellte fest, dass Clinton interne Regeln verletzt hat.

Die neue Untersuchung soll nun US-Medien zufolge herausfinden, ob Clinton und ihre Mitarbeiter Vorschriften für den Umgang mit vertraulichem Material brachen. Die damals beteiligten Mitarbeiter könnten mit Sanktionen belegt werden und beispielsweise die nötige Sicherheitsstufe verlieren, um im inneren Kreis einer möglichen Regierung Clinton zu arbeiten.

Die Politikerin hatte immer verneint, dass über ihren Server vertrauliches Material gelaufen sei. Das FBI stellte in einer Untersuchung allerdings das Gegenteil fest. Die Bundespolizei empfahl trotz scharfer Kritik an Clintons Verhalten, auf eine Anklage zu verzichten. Justizministerin Loretta Lynch erklärte daraufhin am Mittwoch, der Empfehlung des FBI zu folgen. Damit hat die Affäre für Clinton keine juristischen Konsequenzen. Allerdings belastet sie weiterhin ihren Wahlkampf.

Mehr zum Thema:

REUTERS

aar/AP/AFP/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.