Hillary Clinton zur E-Mail-Affäre "Es tut mir leid"

Sorry is the hardest word - Hillary Clinton hat es jetzt ausgesprochen: In einem Interview entschuldigt sich die Präsidentschaftskandidatin für die Verwirrung, die ihre E-Mail-Affäre ausgelöst hat.

Hillary Clinton: "Ich wünsche mir sicherlich, dass ich eine andere Wahl getroffen hätte"
AP/dpa

Hillary Clinton: "Ich wünsche mir sicherlich, dass ich eine andere Wahl getroffen hätte"


Die demokratische US-Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton hat sich bei den Bürgern dafür entschuldigt, dass sie als US-Außenministerin eine private E-Mail-Adresse benutzt hat. "Es tut mir leid, dass ich damit so viele Leute verwirrt und Fragen aufgeworfen habe. Aber auf diese Fragen gibt es auch Antworten", sagte sie dem Fernsehsender MSNBC.

Clinton hatte mit dem privaten E-Mail-Konto auch dienstlich kommuniziert und damit Fragen über die Sicherheit des Mailverkehrs aufgeworfen. Sie selbst betonte stets, die Adresse sei sicher gewesen und außerdem habe sie zu keiner Zeit sensible Dokumente versendet oder empfangen. Um ihre Gegner zu überzeugen, hatte sie ihren Server dem FBI zur Prüfung zu überlassen und jüngst der Veröffentlichung von 7000 E-Mail-Seiten zugestimmt.

Nun versucht sie, die potenziellen Wähler offenbar mit einer Entschuldigung zu gewinnen: Mit ihrem "Es tut mir leid" räumt sie ihre Zerknirschung über den Vorgang so deutlich wie nie zuvor ein. Allerdings entschuldigte sie sich nicht direkt für ihr eigenes Verhalten, sondern nur für die Folgen ihres Handelns, da sie mit der Nutzung eines privaten Kontos nicht gegen Gesetze verstoßen habe.

"Ich wünsche mir sicherlich, dass ich eine andere Wahl getroffen hätte", sagte Clinton dem Sender weiter. "Ich übernehme Verantwortung. Ich hätte zwei Konten, eines für Persönliches und eines für die Arbeit haben sollen", sagte sie.

Die Demokratin möchte nächstes Jahr als Nachfolgerin Barack Obamas ins Weiße Haus einziehen. Doch Zweifel an Clintons Glaubwürdigkeit haben ihre Umfragewerte beschädigt. Bernie Sander, Senator in Vermont, hat sich zu ihrem schärfsten innerparteilichen Konkurrenten entwickelt.

sun/Reuters



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