Clinton-Auftritt bei "Hangover"-Star "Vielleicht sollten Sie etwas rassistischer sein?"

Hillary Clinton bei "Hangover-Alan": Die US-Präsidentschaftskandidatin hat sich in die Talkshow von Zach Galifianakis gewagt. Erst ganz zum Schluss gelang dem Komiker ein Gag auf ihre Kosten.

Hillary Clinton, Zach Galifianakis
AP/ FunnyorDie.com

Hillary Clinton, Zach Galifianakis


Zu Beginn seiner Sendung führt Zach Galifianakis vor, dass es keine gute Idee ist, sich an eine Präsidentschaftskandidatin heranzuschleichen. Der US-Komiker wird bei seinem Versuch, Hillary Clinton zu erschrecken, unsanft vom Secret Service gestoppt.

Natürlich ist das alles Show. So wie auch der Rest der Sendung ziemlich durchgeplant erscheint. Galifianakis, bekannt durch seine Rolle als "Alan" in den "Hangover"-Filmen, müht sich, Clinton mit respektlosen Fragen zu provozieren. Die Kandidatin spielt mit und gibt sich genervt.

Besonders lustig ist das nicht, eher albern. Zum Beispiel fragt Galifianakis die 68-Jährige, was denn passiere, wenn sie als Präsidentin schwanger werde. Clintons trockene Antwort: "Ich könnte Ihnen ein paar Broschüren schicken, die Ihnen Durchblick verschaffen."

Als Galifianakis verrät, Clinton habe ihm vor der Sendung gesagt, sie wolle allen Amerikanern die Waffen wegnehmen, schüttelt die Politikerin den Kopf und grummelt: "Ich bereue wirklich, dass ich das mitmache."

Clintons Miene hellt sich aber sichtlich auf, als der Gastgeber auf ihren Wahlkampfgegner Donald Trump zu sprechen kommt. "Wenn Sie sehen, wir gut das für Donald Trump funktioniert, denken Sie dann manchmal, Sie sollten vielleicht etwas rassistischer sein?", fragt Galifianakis.

Das Thema ist eine Steilvorlage für Clinton. Auf die Frage, ob sie im Fall eines Wahlsiegs von Trump nach Kanada fliehen wolle, antwortet sie: "Ich werde in den USA bleiben. Ich werde versuchen zu verhindern, dass er die USA zerstört."

Ein guter Gag auf Kosten seines Gasts gelingt Galifianakis erst ganz zum Schluss. Mit einer Anspielung auf ihre Affäre um einen privaten E-Mail-Account fragt er Clinton, wie man am besten mit ihr im Kontakt bleiben könne: "Per E-Mail?"

cte/AFP



insgesamt 19 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
schmuella 23.09.2016
1. Es wäre verwunderlich, ...
... wenn in dieser Show etwas spontan gelaufen wäre. Wahrscheinlich gab es die Fragen schon vorher, die Antworten und das Verhalten wurden abgesprochen. Und natürlich wurden die Aufnahmen erst nach anschließender Prüfung freigegeben.
mark78 23.09.2016
2.
Der Author muss wohl zum lachen in den Keller gehen. Ich fand es sehr gut. Weggelassen wurden leider die Punkte Investitionsschutzabkommen, "First White President of a new Generation" und das er zwischendurch Trump Werbung einblendet wurde.
hockeyversteher 23.09.2016
3. Da sich ja Hollywood ...
... da sich Hollywood ja geschlossen hinter Clinton versammelt, ist so was so aufregend, als würde Klaus Kleber ganz "frontal" Anja Reschke interviewen. Dann zeigt Clinton in der abgesprochenen Show noch, dass sie selber in Hollywood nix geworden wäre und das ganze nett sich dann Wahlkampf. Wieso wird Trump eigentlich dauernd für seine billigen Showeffekte angegangen - wie ist der Unterschied?
Msc 23.09.2016
4.
Between two ferns ist kein Interview. Es ist ein Sketch (und als solcher natürlich von Natur aus komplett inszeniert), der aussieht wie ein Interview. Dazu noch eine ganz besondere Art von Humor. Mancher Gast kann das besser als andere. Clinton ist sicher nicht besonders gut in dieser Rolle.
loneacit 23.09.2016
5. Noch nie gesehen, oder was?
Der Autor scheint die Sendung " between two farns" noch nie gesehen zu haben. Es ist kein Politiktalk, und es ist sinn und zweck der Show, den Gast durch gezielt dumm-provokante Fragen in Bedrängniszu bringen und ihm entwas zu entlocken. Wer sich mal informieren will, wie das klappen kann, wenn dort zwei sind, die nicht auf den Kopf/Mund gefallen sind, der suche bei yt: obama between two farns. Dort hauen sie Galafiakis und Obama gegenseitig in die Pfanne. Also: keine Politikshow, sondern entertainment; siehe letzte Frage oder die Frage nach der Auswanderung. Das Clinton sich reintaut ist ok, aber eher weil sie sich einem jüngerem Publikum bekannt machen wollte, nicht um dort über ernsthafte Politik zu reden.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.