Vorsprung in Umfragen Clintons Team warnt vor Selbstzufriedenheit

Um Donald Trump wird es einsamer, in Umfragen führt seine Rivalin Hillary Clinton. Doch der Wahlkampfmanager der Demokratin mahnt, nicht zu früh zu triumphieren. In umkämpften Bundesstaaten sei noch viel zu tun.

Hillary Clinton
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Hillary Clinton


Für Hillary Clinton läuft es zurzeit recht gut. Zwei Wochen vor der US-Wahl führt sie in Umfragen. ABC News sieht sie mit einem Vorsprung von zwölf Prozentpunkten vor ihrem Rivalen Donald Trump, sie kommt demnach auf mehr als 50 Prozent Zustimmung.

Den Rückstand hat erstmals auch die Wahlkampfmanagerin des - sonst so selbstsicheren - Trump eingeräumt. "Wir liegen hinten", sagte Kellyanne Conway dem Sender NBC.

In den vergangenen Wochen hat Trumps Kampagne gelitten. Der Umgang des Kandidaten mit Frauen hat viele Republikaner in einen Schockzustand versetzt. Prominente Parteifreunde wenden sich ab, der politische Direktor seiner Kampagne hat das Team verlassen.

Angesichts der neuen Umfragen freuen sich Hillary Clintons Anhänger. Selbst traditionell republikanische Staaten wie Arizona scheinen Beobachtern zufolge für die Demokratin nicht mehr unmöglich zu gewinnen.

Meinungskompass

Doch ihr Wahlkampfmanager warnt davor, sich zu früh zum Sieger zu erklären - gerade im Jahr 2016, wo viele Wähler unberechenbar seien. "Eins nach dem anderen", so Robby Mook bei CNN. Man konzentriere sich auf umkämpfte Bundesstaaten wie Ohio. Sie würden nicht ohne Grund "battleground states" genannt, so Mook. "Dieses Rennen bleibt bis zum Schluss hart umkämpft."

Die drohende Niederlage aber stört Trump sichtlich. Eine Reportage von einem verbitterten Wahlkampfauftritt Trumps lesen Sie hier. Trumps Weigerung, den Ausgang der Wahl in jedem Falle anzuerkennen, irritiert weite Teile Amerikas.

Geschlagen geben will er sich nicht. Auch seine Strategin Conway betont, das Rennen sei noch nicht gelaufen.

Beide Seiten sind sich also einig: Es wird ein harter Wahlkampf bis zum Schluss.

Sehen Sie hier den Verlauf Umfragewerte:

insgesamt 142 Beiträge
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nichtsnutz2 24.10.2016
1.
Ich bin immer noch fassungslos wie ein Trump überhaupt so weit kommen konnte. Wenn aber GOP wieder den Senat gewinnt und dieser, wie zuletzt gegen Obama, gegen Clinton weiterhin Fundamentalopposition betreibt wird es nur noch schlimmer und radikaler. Calm down.
peeka(neu) 24.10.2016
2. Der Statistiker
Norpoth ist ja überzeugt davon, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 97-99% die Wahl von Trump gewonnen wird. Weil er mit Hilfe seines Modells einige Bundestagswahlen (in Zusammenarbeit mit Gschwend vom MZfES und bis auf die letzte, weil er nur in zwei Blücke trennt und die AfD bzw. die 5%-Hürde nicht auf dem Schirm hatte) richtig vorausgesagt hat und auch bei den letzten Präsidentenwahlen in den USA richtig lag, halte ich es für wahrscheinlich, dass Trump die Wahlen gewinnt. Die Siegesgewissheit des Clinton-Lagers ist meiner Ansicht nach durchaus gefährlich bzw. schlichtweg fehl am Platz. Es geht ja nicht um Umfragen sondern darum, dass genügend Anhänger der Democrats auch zur Wahl gehen.
Ishibashi 24.10.2016
3. Die Wahl ist gelaufen
Auch ein Trump kann nicht auf die Wählerinnen verzichten. Wenn mich jemand als Frau beleidigt, werde ich den bestimmt nicht wählen, egal was er sonst so verspricht. Zumal Versprechungen in der Regel nur bis zum Wahltag gelten. Offensichtlich sehen das Amerikanerinnen genauso. Trump hat sich mit seinem völlig überspanntem Charakter selbst ins Abseits geschossen.
INGXXL 24.10.2016
4. Was besseres
als so einen Politclown wie Trump konnte Clinton nicht passieren
pefete 24.10.2016
5. Aber vorsicht
Trump hat ja angekündigt, die Wahl zu seinen Gunsten zu manipulieren.
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