Hintergrund Operation "Essential Harvest"


Hamburg - Mit der Operation "Essential Harvest" (Bedeutende Ernte) will die Nato die Waffen der albanischen Rebellen in Mazedonien einsammeln, um damit eine friedliche Entwicklung in dem Balkanstaat zu flankieren. Das Engagement der Allianz für den Nato-Anwärter Mazedonien geht zurück auf ein Ersuchen von Präsident Boris Trajkovski, der das Bündnis am 14. Juni um Unterstützung bei der geplanten Entwaffnung der Aufständischen bat. In ihrem daraufhin am 29. Juni gefassten Operationsplan (Oplan) erklärte sich die Nato bereit, sich unter bestimmten Voraussetzungen an der Entwaffnung zu beteiligen.

Wichtigste Bedingung für den Beginn der Nato-Operation war die zwischen der Regierung in Skopje und den albanisch-stämmigen Verhandlungspartnern erzielte und am 13. August unterschriebene Friedensvereinbarung. Außerdem wurde zur Voraussetzung gemacht, dass sich die Waffenruhe als stabil erweist und dass sich die UCK-Rebellen freiwillig entwaffnen lassen. Zur Abgabe ihrer Waffen verpflichtete sich die UCK am 14. August.

In dem zunächst auf 30 Tage veranschlagten Einsatz unter dem Kommando des dänischen Generals Gunnar Lange stellt Großbritannien mit über 1000 Mann das größte Kontingent.



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.