Hintergrund US-Streitmacht in der Golf-Region


Washington/Hamburg - Die USA verstärken für einen möglichen Schlag gegen Terroristen ihre Militärpräsenz in der Region am Persischen Golf massiv. Dorthin sollen nach US-Medienberichten zusätzlich Dutzende Kampfflugzeuge, darunter F-15 und F-16, verlegt werden. Auch schwere Bomber B-52, die seit 1955 im Einsatz sind und Marschflugkörper transportieren können, sollen dabei sein.

Maschinen vom Typ KC-135 werden entsandt, um Kampfjets in der Luft aufzutanken. Zu dem Aufgebot gehören auch B-2-Stealth-Bomber und F-117-Stealth-Kampfflugzeuge, die feindlichen Radarschirmen entgehen. Mit dabei sind auch Aufklärungs-Flugzeuge vom Typ E-3 Awacs und der Langstreckenbomber B-1.

Im Persischen Golf und Roten Meer kreuzt die Fünfte Flotte mit dem Flugzeugträger "USS Enterprise" mit Kampfmaschinen der Typen F-14, F- 18, Prowler und Aufklärern. Zu dem Verband zählen auch der Lenkwaffenkreuzer "Phillipine Sea", vier Lenkwaffenzerstörer, das U-Boot "Providence", Minen-Boote und Versorgungsschiffe. Für den Indischen Ozean und den West-Pazifik ist die Siebte Flotte zuständig, angeführt von den Flugzeugträgern "USS Carl Vinson" und "Kitty Hawk". Dazu gehören 42 Schiffe, darunter fünf Atom-U-Boote.

Zur US-Präsenz in der Region zählen auch Luftwaffenstützpunkte in den befreundeten Ländern Saudi-Arabien, Oman, Vereinigte Arabische Emirate und Kuweit. Die Marine unterhält in Bahrein einen großen Stützpunkt. Von großer strategischer Bedeutung ist auch der britisch-amerikanische Stützpunkt auf der britischen Insel Diego Garcia im Indischen Ozean.

Der Flugzeugträger "USS Theodore Roosevelt" verließ unterdessen mit 75 Kampfflugzeugen und sechs Begleitschiffen den Hafen Norfolk im US-Bundesstaat Virginia in Richtung Mittelmeer. Das Auslaufen des Verbandes mit rund 15.000 Mann war schon vor den Terroranschlägen in den USA geplant.



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