"HMS Vigilant" Britische Atom-U-Boot-Crew feiert Drogenparty - Soldaten entlassen

Das britische Atom-U-Boot "HMS Vigilant" hatte in einem US-Hafen festgemacht, um Atomsprengköpfe zu laden - währenddessen feierten neun Soldaten eine wilde Drogenparty. Nun wurden sie entlassen.

"HMS Vigilant" (Archivbild)
Getty Images

"HMS Vigilant" (Archivbild)


Großbritannien verfügt über vier Atom-U-Boote mit Interkontinentalraketen vom Typ Trident. Die "HMS Vigilant" ist eines davon - und neun seiner Besatzungsmitglieder stehen im Mittelpunkt eines Skandals der stolzen Seefahrernation. Der Grund: Die Soldaten sind wegen Drogenkonsums entlassen worden.

Die Männer, die auf dem Atom-U-Boot Dienst taten, waren bei einer Untersuchung positiv auf eine "illegale Substanz" getestet worden, bestätigte das Verteidigungsministerium in London einen entsprechenden Medienbericht.

Laut der Zeitung "Daily Mail" hatten die Soldaten der "HMS Vigilant" Kokain genommen. Das Schiff lag demnach in einem US-Hafen, um Nuklearsprengköpfe zu laden, als die neun Matrosen eine wilde Party feierten.

Der Sprecher bestätigte außerdem, dass die Marine eine Untersuchung zu dem Verdacht eingeleitet habe, es gebe "unangebrachte Beziehungen" zwischen Soldaten auf der "HMS Vigilant". Auch hierüber hatten britische Medien zuvor berichtet.

Angeblich sollen der Kapitän und sein Stellvertreter mit untergebenen Frauen sexuelle Beziehungen geführt haben. Auf allen Schiffen der britischen Marine gilt eine "no touching rule" - an Bord sind intime Beziehungen grundsätzlich nicht erlaubt. Alle vier sollen ebenfalls vom Dienst an Bord entbunden worden sein.

Verteidigungsminister Michael Fallon hat außerdem bei allen Besatzungsmitgliedern der U-Boot-Flotte einen Drogentest angeordnet. Der Erste Seelord - Sir Philip Jones, der ranghöchste Soldat der britischen Marine - musste bereits ein "roasting" des Verteidigungsministers über sich ergehen lassen, eine offizielle Standpauke. Drogenmissbrauch, stellte Fallon klar, werde nicht toleriert: "Und wer diesen Ansprüchen nicht gerecht wird, muss mit der umgehenden Entlassung rechnen."

dop/AFP/AP

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