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21. Dezember 2011, 14:57 Uhr

Homs

Fünf iranische Techniker angeblich in Syrien gekidnappt

Nach Angaben von Diplomaten aus Teheran sollen in der syrischen Stadt Homs fünf iranische Techniker entführt worden sein. Bewaffnete kidnappten sie auf dem Weg zur Arbeit. Weitere Details sind bisher nicht bekannt.

Teheran/Homs - Von der Entführung der fünf iranischen Techniker berichtete zunächst das iranische Staatsfernsehen. Demnach wurden mehrere Männer in der syrischen Widerstandshochburg Homs am frühen Morgen auf dem Weg zur Arbeit von Bewaffneten gekidnappt. Unter den Entführten sollen noch drei weitere Techniker sein.

Die iranische Botschaft in Damaskus bestätigte die Entführung, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. "Die fünf sind am Mittwoch um 6.30 Uhr morgens gekidnappt worden, während sie auf dem Weg zur Arbeit waren...Wir fordern ihre sofortige Freilassung", zitierte die Agentur aus einer Stellungnahme der Diplomaten.

Sana, die staatliche Nachrichtenagentur Syriens, berichtete von acht Männern "verschiedener Nationalitäten". Sie seien am Morgen mit dem Bus zur Arbeit in einem Kraftwerk in der Provinz unterwegs gewesen und dabei verschwunden.

Nähere Einzelheiten zu der Entführung gab es bisher nicht. Die Provinz Homs wird schon seit vielen Wochen von den Regierungstruppen belagert. Sie gilt als eine der Hochburgen des Protests gegen Präsident Baschar al-Assad.

heb/anr/Reuters

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