Drei Jahre nach Regenschirm-Revolution  Demokratie-Aktivisten zu Haftstrafen verurteilt

Die Regenschirm-Proteste machten den Peking-kritischen Studentenführer Joshua Wong im Jahr 2014 weltweit bekannt. Ein Hongkonger Gericht verurteilte ihn und andere Anführer der Bewegung nun zu Gefängnisstrafen.
Bekanntes Gesicht der Proteste im Jahr 2014: Joshua Wong

Bekanntes Gesicht der Proteste im Jahr 2014: Joshua Wong

Foto: Anthony Kwan/ Getty Images

Für ihre Beteiligung an den Demokratie-Protesten im Jahr 2014 sind drei Aktivisten von einem Gericht in Hongkong verurteilt worden. Studentenführer Joshua Wong und Alex Chow erhielten Haftstrafen über sechs beziehungsweise sieben Monate. Das Strafmaß für den Abgeordneten Nathan Law beträgt acht Monate.

Damit hoben die Richter in Hongkong ein Urteil vom vergangenen August auf. Ein Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone hatte es damals unter Verweis auf die angespannte politische Lage abgelehnt, den drei Verurteilten Haftstrafen aufzuerlegen. Stattdessen wurden sie zu Bewährungsstrafen und Sozialstunden verurteilt.

Wong war eines der prominentesten Gesichter der sogenannten Regenschirm-Bewegung, die 2014 für politische Reformen kämpfte.

Demonstranten in Hongkong

Demonstranten in Hongkong

Foto: Alex Hofford/ dpa

Mit dem Ruf nach mehr Demokratie hatte die Regenschirm-Bewegung Teile der asiatischen Wirtschafts- und Finanzmetropole wochenlang lahmgelegt.

Es waren die schwersten politischen Proteste, seit die britische Kronkolonie Hongkong 1997 an China zurückgeben wurde. Unter der Formel "ein Land, zwei Systeme" sagte die Volksrepublik Hongkong damals für 50 Jahre weitreichende innere Autonomie zu. Die Opposition wirft Peking jedoch vor, sich zunehmend in die Angelegenheiten Hongkongs einzumischen und damit die Autonomievereinbarungen zu verletzen.

mho/dpa/AFP
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