Geplante Kundgebung Polizei in Hongkong verbietet Großdemonstration

Eigentlich hätten am Wochenende in Hongkong wieder die Massen auf die Straße gehen wollen. Doch die Behörden haben neue Proteste untersagt. Offizieller Grund: Sicherheitsbedenken.

Demonstranten in Hongkong
Kai Pfaffenbach/REUTERS

Demonstranten in Hongkong


Die Polizei in Hongkong hat eine für Samstag geplante Großdemonstration verboten. Als Begründung seien Sicherheitsbedenken angegeben worden, teilten die Organisatoren am Donnerstag in der chinesischen Sonderverwaltungszone mit. Am vergangenen Wochenende war es bei einer Demonstration zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Teilnehmern und der Polizei gekommen.

In einem Brief an die Organisatoren schrieb die Polizei nun, dass zu befürchten sei, dass Teilnehmer auf der für Samstag geplanten Demonstration "gewalttätige und destruktive Taten" begehen wollten. Demonstrierende hätten zuletzt "nicht nur Feuer gelegt und Straßensperren errichtet, sondern auch Benzinbomben, Stahlkugeln, Steine, lange Speere und verschiedene selbst gefertigte Waffen genutzt, um öffentliches Eigentum in großem Umfang zu zerstören und anderen Schaden zuzufügen."

In Hongkong gibt es seit drei Monaten Massendemonstrationen für mehr Demokratie und gegen eine wachsende Einflussnahme Pekings. Dabei kam es am vergangenen Wochenende zu schweren gewalttätigen Auseinandersetzungen. Dabei setzten die Beamten unter anderem Wasserwerfer ein, erstmals seit Beginn der Proteste feuerte ein Polizist einen Schuss ab.

Anlass für die für Samstag geplante Großdemonstration sollte der fünfte Jahrestag der Entscheidung Pekings sein, politische Reformen in Hongkong zu verbieten. Diese Entscheidung hatte 2014 die sogenannte Regenschirmbewegung ausgelöst.

kev/AFP



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