Wegen anhaltender Proteste Hongkong sagt Feuerwerk ab

Hongkong verzichtet wegen erwarteter Protestaktionen auf das städtische Silvesterfeuerwerk. Es soll jedoch einen Ersatz für das beliebte Spektakel geben.
Das spektakuläre Feuerwerk vor der Skyline Hongkongs (hier 2018) fällt diesmal aufgrund der Proteste aus

Das spektakuläre Feuerwerk vor der Skyline Hongkongs (hier 2018) fällt diesmal aufgrund der Proteste aus

Foto: VCG/ VCG via Getty Images

Wegen der anhaltenden Proteste feiert Hongkong dieses Silvester ohne Feuerwerk. Die Tourismusbehörde der chinesischen Sonderverwaltungsregion teilte mit, dass wegen möglicher Aktionen der Demonstranten aus Sicherheitsgründen auf das städtische Feuerwerk verzichtet werde.

Stattdessen wird eine spezielle Neujahrsversion der allabendlichen Lichtshow abgehalten. Es ist das erste Mal in der zehnjährigen Geschichte des Feuerwerks, dass das Spektakel vor der Skyline der Hafenstadt abgesagt wurde. Die Polizei hatte Presseberichten zufolge die Sorge geäußert, bei anhaltenden Protesten am Silvesterabend nicht für Ordnung sorgen zu können.

Protestaktionen an Silvester und Neujahr erwartet

Die seit einem halben Jahr anhaltenden Proteste gegen die Regierung, den Einfluss Pekings und für mehr Demokratie waren an Weihnachten wieder aufgeflammt. Es kam zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Auch am Silvesterabend werden Protestaktionen erwartet. Am Neujahrstag ist eine große Demonstration geplant.

Während das Feuerwerk in der früheren britischen Kronkolonie bislang eine Touristenattraktion war, wird der Jahreswechsel in China ansonsten sehr ruhig begangen. Der Neujahrstag ist zwar auch ein Feiertag, doch feiern die meisten Chinesen nicht an Silvester. Nur in den Städten gehen eher jüngere Menschen gemeinsam aus. Auch gibt es Partys in großen Hotels.

Richtig gefeiert wird in China erst am 25. Januar, wenn nach dem traditionellen chinesischen Mondkalender das neue Jahr eingeläutet wird - diesmal das Jahr der Ratte. Zwar herrscht in vielen Metropolen Chinas aus Brandschutz- und Sicherheitsgründen ein Feuerwerksverbot, doch auf dem Land wird heftig geknallt.

ene/dpa