Human Rights Watch Folter-Tote in Mali

Zwei Männer sind laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch in einem malischen Gefängnis gestorben. Soldaten der malischen Armee sollen sie gefoltert und zu großer Hitze ausgesetzt haben. Mitte Februar wurden sie mit fünf weiteren Tuareg festgenommen.


Bamako/New York - Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die malische Armee. Zwei Männer seien in einem Gefängnis in der Hauptstadt Bamako gestorben, nachdem sie zuvor von Soldaten des westafrikanischen Landes gefoltert worden seien, teilte die Organisation mit Sitz in New York am Donnerstag mit.

Die beiden Männer seien wahrscheinlich aufgrund von starker Hitze in ihrer Zelle, möglicherweise in Kombination mit den vorausgegangenen Verletzungen, gestorben, berichtete Human Rights Watch. Die Organisation beruft sich dabei auf Aussagen von Bekannten der Verstorbenen.

Sie seien Mitte Februar gemeinsam mit fünf weiteren Männern, die alle der Ethnie der Tuareg angehören, festgenommen und gefoltert worden. Die Soldaten hätten die Männer verdächtigt, bewaffnete islamistische Organisationen zu unterstützen. Human Rights Watch forderte die Regierung Malis auf, die Bedingungen in den Gefängnissen des Landes zu verbessern und den Fall zu untersuchen.

mia/dpa

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